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Augsburg

17.03.2015

Mann nach Attacke auf dem Christkindlesmarkt verurteilt

Auf dem schönen Augsburger Christkindlesmarkt kam zu einem hässlichen Vorfall: Ein Mann attackierte seinen Chef.
Bild: Anne Wall

Ein Hilfsarbeiter verliert seinen Job an einem Imbissstand und greift im Vollrausch den Chef mit einer Bierflasche an. Nach drei Monaten Haft wird er im Gerichtssaal freigelassen.

Der Advent soll eine Zeit des Friedens sein – in der Realität sieht es oft anders aus. Vor dem Amtsgericht wurde jetzt ein Angriff mit einer Bierflasche auf dem Christkindlesmarkt aufgerollt. Ein 41-jähriger Arbeiter aus Rumänien hatte dort an einem Imbissstand gearbeitet. Als er nach drei Wochen wieder rausgeschmissen wurde, bedrohte und attackierte er den Chef des Stands.

Nach Augsburg kam der 41-Jährige zusammen mit seiner Freundin im November vorigen Jahres – wegen des Jobs auf dem Markt. Der Betreiber des Imbissstands hatte via Internet Helfer gesucht. Das Angebot sei gut gewesen, sagt der 41-Jährige. 1500 Euro sollte es für die Arbeit geben, dazu kostenloses Essen. Doch zwischen dem Rumänen und dem Imbissstand-Chef gab es schnell Probleme.

Der Angeklagte behauptete, der Juniorchef habe sich an seine Freundin, die am gleichen Stand arbeitete, rangemacht. Von einer Affäre war gar die Rede. Der Chef der Wurstbraterei dagegen gab an, der 41-Jährige habe nicht gut gearbeitet. Zudem habe er sich gegenüber den Frauen, die an dem Stand arbeiteten, nicht korrekt verhalten. Deshalb habe er ihm an einem Samstagabend gekündigt.

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Nach Rauswurf: Ex-Mitarbeiter bedroht Standbetreiber

Nach dem Rausschmiss rastete der Rumäne aus. Er betrank sich, stritt mit seiner Freundin und beschimpfte die Standbetreiber. Die Polizei musste noch in der Nacht anrücken. Am nächsten Tag eskalierte die Lage erneut. Der gefeuerte Arbeiter kam nach durchzechter Nacht gegen 8 Uhr wieder auf den Markt und beschimpfte dort den Standbetreiber, der sich auf das Geschäft am dritten Adventssonntag vorbereitete. Er drohte damit, den Ex-Chef umzubringen und den Imbiss abzufackeln.

„Ich habe mir Sorgen gemacht“, sagte der Standbetreiber als Zeuge. Der Rumäne ging dann weg und tauchte anderthalb Stunden später erneut auf. Er näherte sich dem Wurststand-Chef und holte mit einer Bierflasche aus – offenbar mit dem Ziel, den Kopf zu treffen. Doch das Opfer hatte Glück. Einige Kollegen, die auch auf dem Markt Stände betreiben, gingen dazwischen und hielten den Angreifer fest.

Angeklagter wird an seinem Geburtstag freigelassen

Der Rumäne kam, weil er in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, in Untersuchungshaft. Jetzt wurde der 41-Jährige, verteidigt von Anwalt Michael Weiss, wegen des Ausrasters zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Er durfte den Gerichtssaal deshalb als freier Mann verlassen – zufällig auch noch an seinem Geburtstag.

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