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Neues Studienangebot: Die Pflege muss auf Augenhöhe mit der Medizin kommen

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Kommentar Von Eva Maria Knab
22.07.2019

Warum es wichtig ist, dass auch studierte Pflegekräfte ausgebildet werden. Hilft das gegen den Fachkräftemangel?

Vorbild für gute Pflege sind Länder wie Belgien, Niederlande oder der skandinavische Raum. Deutschland hat einiges aufzuholen. Dabei spielt auch das Pflegestudium eine wichtige Rolle.

Internationale Experten vertreten schon lange die Meinung, eine grundständige Hochschulausbildung sei enorm wichtig für die Pflegequalität. Pflege und Medizin müssen danach als Partner im Gesundheitswesen gleichberechtigt agieren. In vielen Ländern ist es schon so, dass qualifizierte Pflegekräfte Dienste in der Notaufnahme, neue psychiatrische Aufgaben, Funktionsdiagnostik oder Operationsdienste zur Entlastung der Ärzte übernehmen. Auch mit der alternden Gesellschaft und dem medizinischen Fortschritt werden die beruflichen Anforderungen fürs Pflegepersonal komplexer.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Deutschland gilt bislang als Schlusslicht in Europa bei der akademischen Pflegeausbildung. Die Bezahlung und das Sozialprestige von Pflegefachkräften sind im europäischen Vergleich schlecht. Die künftigen Studienangebote – auch in Augsburg – sind ein Schritt in die richtige Richtung. Schade nur, dass die Hochschule bei der Reform außen vor bleibt. Ein weiteres Problem – den gewaltigen Fachkräftemangel in der Pflege – wird man mit Studienangeboten nicht in den Griff bekommen. Da sind vor allem bessere Arbeitsbedingungen nötig.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Neues Pflegestudium in Augsburg kommt

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