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Gericht

21.03.2015

Niesattacke auf der Autobahn hat Folgen

Mit einem Vorfall aus dem Dezember 2013 befasste sich nun das Gericht in Augsburg.
Bild: Bernhard Weizenegger

Gerade war die junge Frau für ihr Ehrenamt ausgezeichnet worden. Da passierte ihr auf der Rückfahrt von der Ehrung ein Unglück.

Manchmal spielt einem das Leben übel mit und ein Tag, der schön begann, endet in einem Fiasko. Eine 24-Jährige war im Dezember 2013 in München bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung für ihren ehrenamtlichen Einsatz mit einer Flasche Champagner geehrt worden. Die süffelte sie nachts zusammen mit zwei Freundinnen. Morgens um 5 Uhr fuhr sie beschwingt wieder mit dem Auto nach Hause.

Auf der Autobahn kurz vor Augsburg wollte sie an einem Sattelzug vorbeiziehen. Als sie nach links ausscherte, geschah es: Sie erlitt eine heftige Niesattacke, verlor die Kontrolle über das Steuer. Ihr Auto rammte den Brummi. An dem entstand zwar lediglich ein Schaden von 200 Euro, ihr Wagen aber erlitt mit 3000 Euro einen Totalschaden. Die Polizei roch bei der Unfallaufnahme Alkoholdunst. Ein Test ergab einen Wert von etwa 0,8 Promille.

So musste sich die Frau nun wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr vor Strafrichterin Susanne Hillebrand verantworten. Die Kernfrage: War der Alkohol schuld an der Karambolage? Oder die plötzliche Niesattacke? Ein Gutachter der Rechtsmedizin konnte nicht ausschließen, dass der Unfall auch passiert wäre, wäre die Angeklagte nüchtern gewesen. Allein das heftige Niesen hätte möglicherweise genügt, um die Pkw-Lenkerin kurzzeitig abzulenken.

Richterin Hillebrand entschied im Zweifel für die Angeklagte und sprach sie von einer Verkehrsstraftat frei. Die schampus-selige Fahrt hatte dennoch Folgen. Weil der Wert über der Grenze von 0,5 Promille lag, muss die 24-Jährige wegen einer Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von 500 Euro zahlen und einen Monat auf ihren Führerschein verzichten.

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