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Konzert

10.01.2015

Nostalgie und Romantik

Götz Alsmanns gute Laune schwappte in der Stadthalle Gersthofen sofort von der Bühne in den Zuschauerraum.
Bild: Diana Deniz

Götz Alsmann samt Big Band im „Grabmal des Vertäfelers“

Das Grabmal des unbekannten Vertäfelers, wie der König des deutschen Jazzschlagers die Stadthalle Gersthofen spitzbübisch titulierte, war nahezu ausverkauft. Kein Wunder, denn mit Götz Alsmann und der SWR Big Band waren Profis zu sehen und hören, wie man sie nicht alle Tage präsentiert bekommt.

Die Gentlemen mit steifem Kragen und Fliege hatten so viel Spaß an ihrer Musik, dass die Stimmung von der ersten Sekunde an in den Zuschauerraum überschwappte. Alsmann groovte charmant über die Bühne, die Tolle bis zur Decke gestylt. Genüsslich beschwingt begann er mit „Wenn ich in Stimmung bin“, und in Stimmung waren er und seine Band die ganze Zeit. Seinen Spezialgast Klaus Hoffmann kündigte er mit den Worten an, dass er ein fantastischer Allroundkünstler sei für alle, die mehr kennen als „Deutschland sucht den Superbauern“.

Und Alsmann hatte recht. Hoffmann, der musikalisch in den wilden 60ern zu Hause ist, rockte mit „Total verrückt“, ließ aber auch traumhafte Chansons erklingen. Dabei durfte Hoffmanns deutsche Version von „Amsterdam“ seines großen Vorbilds Jacques Brel nicht fehlen. Während Hoffmann schon mal von Nutten, sabbernden Küssen und Frauen mit Bärten in den 60ern erzählte, blieb Alsmann dem heute als seicht verrufenen Schlager verpflichtet und sang von kleinen Mädchen, die singen, wenn sie träumen. Aus Horst Winters „Ein kleiner Bär mit großen Ohren“ machte er einen pfiffigen Cha-Cha-Cha mit Ohrwurmgarantie.

Pianist und Leiter der Big Band, Klaus Wagenleiter, schmiss seinen Heimwegkompressor an, wie Alsmann dessen Akkordeon nannte, und federleicht schmachtend ließen beide Vico Torrianis „Caroline Chérie“ erklingen. Der Abend war gespickt mit Highlights. Die Big Band, die aus 17 Jazzmusikern besteht, ließ einen staunen. Auch mit Gershwins „Strike Up The Band“ begeisterte die SWR Big Band. Jeder Ton war ein Volltreffer und der gesamte Abend eine Wohltat.

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