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Brände

12.02.2019

Parkende Autos blockieren Feuerwehrauto

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Bei einem Brand in der Eberlestraße wurden zwei Menschen verletzt.

Zwei Einsätze stellen die Brandschützer vor Herausforderungen. Ein Mensch schwebt in Lebensgefahr

Es war ein einsatzreicher Wochenstart für die Augsburger Berufsfeuerwehr – noch dazu unter erschwerten Bedingungen. In der Nacht auf Montag brannte in der Schützenstraße in Oberhausen gegen ein Uhr der Dachstuhl eines leer stehenden Hauses. Anwohner hatten den Feuerschein und starke Rauchentwicklung gemeldet. Die Feuerwehren hatten allerdings Mühe, überhaupt zum Brand zu kommen.

Die Straße war nach Angaben eines Feuerwehrsprechers „beidseitig zugeparkt“ und die „gesetzlich einzuhaltende Durchfahrtsbreite deutlich unterschritten“. Der Sprecher sagt: „Der Einsatz der Drehleiter am Gebäude war aufgrund der Parksituation nur zeitverzögert möglich.“ Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz hätten das Gebäude nach Personen durchsucht und den Brand bekämpft. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr hat es nach eigenen Angaben besonders in Wohngebieten immer häufiger mit zugeparkten Straßen zu tun. Die gesetzliche Durchfahrtsbreite, die in engen Straßen freigehalten werden muss, beträgt 3,05 Meter. Große Feuerwehrfahrzeuge haben eine Breite von bis zu 2,55 Metern, somit bleiben, falls ordnungsgemäß geparkt wird, nur noch 25 cm auf jeder Seite. „Wird diese Breite, wie in diesem Fall, unterschritten, können im Brandfall wertvolle Minuten verloren gehen“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Fahrzeuge wie die Drehleiter müssten bei einem Brand möglichst direkt vor dem betroffenen Gebäude aufgestellt werden. „Wenn dies nicht möglich ist, werden im schlimmsten Fall für einen Parkplatz vor dem Haus Menschenleben gefährdet“, so die Feuerwehr.

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Bei einem Brand in Pfersee am Montagvormittag war die Feuerwehr zwar schnell vor Ort. Dennoch schwebt ein Mensch laut Auskunft der Brandschützer offenbar in Lebensgefahr. Die Feuerwehr war gegen 11.45 Uhr in die Eberlestraße nach Pfersee gerufen worden. Als sie ankam, quoll dichter Brandrauch aus den Fenstern und der Haustür. Sofort machten sich vier Atemschutzgeräteträger auf die Suche nach Menschen im Gebäude, sie verschafften sich über das Treppenhaus und die Drehleiter Zugang.

Eine Person konnte laut Feuerwehr auch schnell aus der Wohnung gerettet werden. Der schwer Verletzte wurde vom Rettungsdienst mit dem Hubschrauber in eine Münchner Spezialklinik geflogen. Offenbar besteht Lebensgefahr. Eine weitere Person stürzte vermutlich noch vor dem Eintreffen der Berufsfeuerwehr und verletzte sich dabei. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Später wurde die Wohnung vom Brandrauch befreit und Glutnester lokalisiert und gelöscht. Der Schaden wird nach ersten Erkenntnissen auf mehrere 10000 Euro geschätzt. Sieben Feuerwehrautos und 26 Mitglieder der Berufsfeuerwehr waren im Einsatz. (nip)

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