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01.02.2017

Richter geht nach München

Christoph Wiesner wird befördert

Für die Augsburger Justiz ist es ein herber Verlust, für Christoph Wiesner persönlich eine Art Ritterschlag. Wiesner, seit 2011 Vorsitzender der Schwurgerichtskammer am Landgericht, hat seit heute einen neuen Arbeitsplatz in München. Der 53-Jährige übernimmt am Oberlandesgericht den Vorsitz eines neuen 9. Strafsenats, an dem künftig Staatsschutzdelikte verhandelt werden. Es sind Prozesse, die mit Sicherheit auf großes Interesse in den Medien stoßen werden. Doch an das Rampenlicht dürfte sich Wiesner, ein gebürtiger Augsburger, längst gewöhnt haben. Schon als Staatsanwalt. So im Schmiergeldprozess um den Lobbyisten Karlheinz Schreiber und Holger Pfahls, dem früheren Verteidigungsstaatssekretär, wo Altkanzler Helmut Kohl und andere Politiker als Zeugen auftraten.

Ins Jahr 2011, als Wiesner die Leitung der Schwurgerichtskammer übernahm, fällt auch der Augsburger Polizistenmord. Wiesner leitete den langwierigen Indizienprozess, der mit der Verurteilung der Brüder Rudi R. und Raimund M. endete.

Dabei hatte sich Wiesner, Vater von zwei Buben, seine berufliche Laufbahn zunächst ganz anders vorgestellt. Er wollte Rechtsanwalt werden. In Augsburg hatte er in den 70er Jahren an der noch neuen Juristischen Fakultät studiert. 1991 bewarb er sich bei der Justiz, wurde Staatsanwalt, dann Richter am Zivilgericht. 2005 wechselte Wiesner für zwei Jahre zur Generalstaatsanwaltschaft nach München. Mit 44 Jahren kam er zurück nach Augsburg ans Landgericht, wo er bis 2011 Richter und dann Vorsitzender der Jugendkammer wurde.

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