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Innenstadt

13.09.2012

Singles zieht es in die Jakobervorstadt

Nah am Partygeschehen in der Innenstadt, aber auch den idyllischen Stadtgraben mit der Kahnfahrt vor der Haustür: Beides bietet die Jakobervorstadt.
Bild: Ruth Plössel

Demografie-Serie (6)Kinder und Senioren sind im Stadtteil unterdurchschnittlich vertreten, die junge Generation fühlt sich hier wohl

Von Christian Mühlhause

 Die Jakobervorstadt ist kein Stadtteil, in dem Augsburger mit ihrem Nachwuchs leben wollen. Diese Vermutung drängt sich zumindest beim Blick in die Statistik auf. In über 85 Prozent der Haushalte leben keine Kinder. „In der Innenstadt und zentrumsnahen Vierteln lebt vor allem die junge Generation, die nah dran sein will am Partygeschehen“, sagt Thomas Staudinger vom Amt für Statistik und Stadtforschung. Nicht zuletzt deswegen ziehe es beispielsweise Studenten in Stadtteile wie die Ja-kobervorstadt.

Doch auch die Wohnraumstruktur scheint dies zu begünstigen, so der Experte. Immerhin leben in zwei Drittel aller Haushalte Singles. „Die Menschen orientieren sich erst in andere Stadtteile oder das Umland, wenn es darum geht, eine Familie zu gründen oder der Eintritt ins Berufsleben die Bedürfnisse verändert“, so Staudinger. Die bestätigt sich auch dadurch, dass zwar über 40 Prozent der Einwohner zwischen 20 und 40 Jahren sind, allerdings nur noch 16,7 Prozent über 65 Jahre.

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Für Sozialraumplaner Klaus Kneißl von der Stadt Augsburg hängt die Wanderungsbewegung auch mit dem Einkommen zusammen. „Große Wohnungen in der Innenstadt können sich die Familien nicht immer leisten.“

Die Jakobervorstadt verlor zwar viele Menschen durch Wegzug in andere Stadtteile und es starben auch mehr Personen als geboren wurden, dennoch stieg die Einwohnerzahl unter dem Strich. Dies liegt an den Zuzügen von außerhalb.

In der Jakobervorstadt leben im Vergleich zu ganz Augsburg deutlich weniger Deutsche mit Migrationshintergrund, aber auffällig mehr Menschen mit ausländischem Pass. Besonders häufig sind darunter Türken, Jugoslawen, Italiener und Griechen. Letztere fühlen sich in der Jakobervorstadt offenbar sehr wohl. In keinem anderen Stadtteil leben, gemessen an der Gesamtbevölkerung, so viele Griechen. (1,16 Prozent).

Leicht unterdurchschnittlich vertreten sind die Anhänger christlicher Konfessionen. Über 43 Prozent der Bewohner sind katholisch und knapp 16 Prozent protestantisch. Erfasst sind in dieser Statistik nur Personen, die Kirchensteuer zahlen.

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