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Augsburg

25.01.2020

So edel werden Studenten und Azubis am Schlössle wohnen

In einem realistischen Zeitplan liegt der Baufortschritte des Humboldt-Palais laut Jürgen Reitmeier, geschäftsführender Gesellschafter der Hypdata Immobilien GmbH. Mit dem Neubau der Kirchenstiftung St. Pankratius bilde es ein „schickes“ Ensemble im Lechhauser Zentrum.
Bild: Annette Zoepf

Plus Der Neubau neben der künftigen Sozialstation ist bald fertig. Zielgruppe der schicken Appartements sind zahlungskräftige Azubis und Studenten.

Das Facelifting des Lechhauser Zentrums schreitet voran. Trotz des kurzzeitigen Wintereinbruchs spricht Hypdata-Chef Jürgen Reitmeier von glücklichen Umständen für seine Baustelle. Nachdem das Dach auf dem Humboldt-Palais drauf ist, kann laut dem geschäftsführenden Gesellschafter des Bauunternehmens "nichts mehr schiefgehen". Er geht davon aus, dass mit Fertigstellung der Immobilie im Oktober zu rechnen ist. Das sei ebenso ambitioniert wie realistisch. Mit der Vermietung der Wohneinheiten werde man wohl ab Mai beginnen können.

Allein die Fenster spiegeln den hohen Standard wider.
Bild: Annette Zoepf

Die Hypdata Immobilien GmbH errichtet neben der künftigen Sozialstation der Kirchenstiftung St. Pankratius "Lifestyle-Appartements für Studenten". Vorgesehen ist laut Reitmeier gehobener Standard mit nachhaltig hoher Rendite. Rund fünf Millionen Euro investiert sein Unternehmen in den Bau des fünfgeschossigen Komplexes, der auf 1350 Quadratmetern zehn Ein-Zimmer-Appartements und zwölf Drei-Zimmer-Wohnungen bereithalten wird. Das Besondere des Wohnhauses: Die größeren Einheiten seien durchaus WG-geeignet.

Neue Wohnungen in Lechhausen: Höchster Wohnkomfort in Humboldt-Palais

Für den Bezug muss eine Voraussetzung erfüllt sein. Wer sich in der Humboldtstraße 2 einmieten will, müsse sich in Ausbildung befinden. Das könne ein Student mit Ambitionen auf Bachelor oder Master ebenso sein wie der Absolvent einer handwerklichen oder industriellen Lehre, sagt Jürgen Reitmeier. Der sieht es auch nicht als Hindernis bei der Vermarktung an, dass mit einem Mietpreis von 14 bis 16 Euro pro Quadratmeter zu rechnen sei. Das Haus sei "für Leute mit höherem Budget gedacht", sagt der Hypdata-Chef.

So edel werden Studenten und Azubis am Schlössle wohnen

Seiner Erfahrung nach gibt es genügend Interessenten, die nicht auf BAföG angewiesen sind und sich deshalb auch nicht um einen Platz in einem Studentenwohnheim bewerben. Versprechen kann er für den Preis "höchsten Standard". Und das heißt etwa, dass "Echtholzparkett statt Laminat" in den Wohnungen und Granit statt rohem Beton auf den Fluren zu finden sind. Zur Absicherung des Hauses werde es eine Video-Sprechanlage mit Farbdisplay geben.

Wohnungen am Schlössle: Mehr als die Hälfte ist schon verkauft

Ferner profitiert das Haus von seiner Lage und einer optimalen Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz. Nur wenige Meter vom Verkehrsknoten Schlössle entfernt sind Innenstadt und Königsplatz beziehungsweise Hauptbahnhof mit Bus und Tram erreichbar. Außerdem hält das nähere Umfeld alles bereit, was zur täglichen Nahversorgung wichtig ist – Lebensmittel bis Feinkost, Ärzte und Apotheken. Ergänzt wird das Raumangebot um zwei Gewerbeeinheiten im Parterre. Avisiert ist eine Kombination von Bäcker und Metzger. Einer der Mieter im Erdgeschoss wird die Friedberger Bäckerei Knoll sei. Der zweite, so heißt es, sei ein ortsansässiger Metzger. Darüber hinaus hält Reitmeier 13 Parkplätze in der Tiefgarage und vier vor dem Haus bereit.

Der Verkauf der Einheiten an Anleger liegt laut Jürgen Reitmeier inzwischen bei deutlich über 50 Prozent. Vom optischen Eindruck ist er überzeugt. "Das Ensemble wird schön", sagt er, gemeinsam mit der Kirchenstiftung St. Pankratius sei man zu einer "schicken Lösung" gekommen. Es sei davon auszugehen, dass die Immobilie Ende des Jahres komplett bezogen ist. Mit Architekt Stefan Tauber blieb man sowohl im zeitlichen als auch im finanziellen Rahmen.

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30.01.2020

" Mietpreis von 14 bis 16 Euro pro Quadratmeter zu rechnen sei "
Für Kinder von Millionären gedacht ??
Wer kann sich das Leisten ???
Es ist zum Kotzen was da passiert ??
Komplette Ausbeutung !!!

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27.01.2020

Es soll doch tatsächlich noch Leute geben, die diesen Mist /Irrsinn mitmachen und bereit sind, für viel Geld wenig zu bekommen ! Bezahlbarer Wohnraum wäre die bessere Alternative, anstatt ständig die Menschen immer weiter auszubeuten. Das ist einfach eine Schande diese Entwicklung!

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26.01.2020

Hahaha. Genau!
Wer 14-18€ (Kalt)Miete pro m2 bezahlt, will dafür garantiert an einem der hässlichsten Verkehrsknoten der Stadt leben, ist zudem Student (muß also einmal quer durch die Stadt) oder Azubi, legt großen Wert auf eine hochwertige Ausstattung und kann sich diese auch leisten - am Schlössle.
Auch der Investor, der in ein, von häufigen Mieterwechseln heimgesuchtes, Studentenappartment investiert, legt großen Wert auf eine hochwertige Ausstattung - damit er seine Rendite auch so richtig anständig versenken kann.
Welche Flitzpiepe hat sich den solch einen Schmarrn überlegt?

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25.01.2020

Aha, in Augsburg gibt es Studenten und Azubis die locker 14-16 Euro (vor einiger Zeit waren hier in der Zeitung mal 18 genannt)für den Quadratmeter an Miete bezahlen können. Immerhin bei Parkettboden und Granit darfs schon ein wenig mehr sein.

Schlimm finde ich, dass ein Hurra-Artikel abgedruckt wird, ohne ein Wort auf die reale Lebenssituation (auch der Leser dieser Zeitung)
zu verschwenden.
So nebenbei frage ich mich, ob sich z.B. Bayernligafussballer ein solches Appartement leisten können.
Aber bekanntlich sind ja dem Grössenwahn keine Grenzen gesetzt.

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