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Augsburg

20.01.2017

Stadt distanziert sich von „ultranationaler türkischer Aufführung“

Im Reese-Theater wird ein Theaterstück gezeigt. Im Vorfeld geht die Stadt auf Distanz zu der nach ihren Worten „ultranationalen türkischen Aufführung“.
Bild: Silvio Wyszengrad

Im Reese-Theater wird ein Theaterstück gezeigt. Im Vorfeld geht die Stadt auf Distanz zu der nach ihren Worten „ultranationalen türkischen Aufführung“.

Eine Veranstaltung am Samstag im Reese-Theater schlägt schon im Vorfeld hohe Wellen: In einer Pressemitteilung bezieht die Stadt Augsburg Position. Der Migrations-Referent Reiner Erben sagt: „Ein solches Schauspiel ist der Friedensstadt Augsburg im höchsten Maße unwürdig und hier nicht erwünscht.“

Nach Angaben der Stadt nimmt das Stück Bezug auf den Putsch in der Türkei von Juli 2016 und die derzeitige aktuelle Situation dort. Laut Pressemitteilung würden dabei „Minderheiten diskreditiert und als „Volksverräter“ gebrandmarkt“. Das türkische Militär werde als eine Elitetruppe dargestellt, „die gegen Minderheiten und „ausländische Mächte“ mit Panzern und Sturmgewehren vorgeht“, so die Stadt.

Stadt kritisiert Veranstalter

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Veranstalter ist demnach der „ultranationalistische türkische Idealistenverein“, der laut bayerischem Verfassungsschutz unter Beobachtung steht. In seinem letzten Bericht von 2015 attestiert der Verfassungsschutz dem Idealistenverein und seiner Dachorganisation nach Aussage der Stadt ein „extrem nationalistisches Gedankengut, das sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung oder das friedliche Zusammenleben der Völker richtet.“ In der Pressemitteilung wählt die Stadt deutliche Worte: „Die Überlegenheit der islamisch türkischen Ethnie zieht sich als roter Faden durch das gesamte Theaterstück und spiegelt damit die menschenverachtende Ideologie des ultranationalistischen türkischen Idealistenvereins wider.“

Die Stadt distanziere sich davon, heißt es in der Pressemitteilung. Margret Spohn, die Leiterin des Büros für Migration, Interkultur und Vielfalt sagt: „Wir sind immer offen für eine kritische Auseinandersetzung und kontroverse Diskussionen, aber Hass, Häme, Gewalt und Nationalismus möchten wir in unserer Friedensstadt keinen Raum geben.“ (AZ)

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.01.2017

Es wäre auch interessant zu erfahren, wer denn die Gesellschafter der Kulturpark-West GmbH, die das Reese-Theater betreibt, sind und wie sich diese als gemeinnützig eingestufte Gesellschaft finanziert.

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20.01.2017

Aha, der Veranstalter-Verein wird vom Verfassungsschutz "beobachtet" - wie nett!

.

Besser wärs: Alle Mitglieder dieser Extremistengruppe ausheben, verhaften und hinter den Bosporus zu ihrem türkischen Führer abschieben.

.

Dann wäre wieder genug Platz für den Afghanen Pouya und viele andere, nicht namentlich öffentlich bekannte, gut integrierte Zuwanderer, die vor der Ausweisung stehen.

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21.01.2017

"Besser wärs: Alle Mitglieder dieser Extremistengruppe ausheben, verhaften und hinter den Bosporus zu ihrem türkischen Führer abschieben."

auf welcher gesetzlichen Grundlage?

Da diese Veranstaltung eh im Blickfeld vom Verfassungsschutz und der Stadt Augsburg liegt, braucht man sich deswegen auch keine Sorgen machen. Wozu sich noch aufregen?

Im Übrigen hat der Afghane Pouya mit der türkischen Gruppe nichts aber auch gar nichts gemeinsam. Selbst wenn Sie diese türkische Gruppe komplett inhaftieren, wäre für den Afghanen Pouya kein Platz in Deutschland. Dies würde die CSU doch niemals dulden.

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23.01.2017

Aha, wenn also die türkisch-nationalistisch-radikale Politpropaganda unter den Augen des Verfassungsschutzes stattfindet, dann ist das o.k. und unbedenklich?

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23.01.2017

Es tut mir leid, wenn Sie so wenig Vertrauen zum Verfassungsschutz haben.

Weder die Stadt Augsburg noch der Verfassungsschutz kann sich einen Ausrutcher leisten.

In wie weit dies o.k. oder unbedenklich ist, überlasse ich den Fachleuten. Dafür sind sie schließlich da.

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23.01.2017

Selten so gelacht! Anis Amri wurde umfassend vom Verfassungschutz beobachtet, das Ergebnis ist bekannt! Kann es sein, dass sie Beamter sind und deswegen soviel Vertrauen in unseren Staat und Merkel haben?

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23.01.2017

Ich habe Vertrauen in unseren Rechtsstaat im Gegensatz zu Ihnen.

Wenn SIe das Gefühl haben, diese Türken planen einen Anschlag im Auftrag des IS, dann ist es höchste Zeit zur Polizei zu gehen.

Bei jeder Gelegenheit nur Unsinn verbreiten und gegen unseren Rechtsstaat zu hetzen muss doch schließlich nicht sein. Einer kontroversen Diskussion geben Sie damit keine Chance.

Was haben Sie davon, wenn die Moderatoren die Beiträge wieder löschen müssen?

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23.01.2017

Wenn SIe das Gefühl haben, diese Türken planen einen Anschlag...

.

Kommt es jetzt nur auf die Planung eines Anschlags an?

.

Ist das Ihre Version von politischer Moral?

.

Türkische Rechtsnationalisten haben den Vorteil, dass Sie (im Gegensatz zu Höcke und Co.) von linksgrün bis linksextremer Antifa praktisch unbehelligt reden und veranstalten können.

.

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23.01.2017

"Kommt es jetzt nur auf die Planung eines Anschlags an?"

so ein Schmarren. Wer hat denn so viel Angst und vertraut dem Verfassungsschutz nicht? Da bleibt nur der Weg zur Polizei um eine Anzeige zu machen, anstatt hier weiter zu hetzen.

"Ist das Ihre Version von politischer Moral?"

Welche Version?

Fühlen Sie sich frei und teilen mit welche Version sie meinen.

"Türkische Rechtsnationalisten haben den Vorteil, dass Sie (im Gegensatz zu Höcke und Co.) von linksgrün bis linksextremer Antifa praktisch unbehelligt reden und veranstalten können."

Wer hat Ihnen denn diesen Blödsinn erzählt?

Was wollen Sie mit diesem kruden Beitrag überhaupt erreichen?

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