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Augsburg

26.10.2020

Streik: Am Montag stehen alle Busse und Trams in Augsburg still

Nahverkehrskunden in Augsburg müssen sich heute nach Alternativen umschauen: Im städtischen Nahverkehr wird ganztägig gestreikt.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Alle Beschäftigten folgen dem eintägigen Streikaufruf von Verdi. Der Ausstand läuft unabhängig von der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst.

Der Nahverkehr in Augsburg kommt am Montag vollständig zum Erliegen: Wie die Stadtwerke am Morgen mitteilten, folgten alle Beschäftigten dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi. Somit bleibe alle Busse und Straßenbahnen in den Depots. An den vergangenen beiden Warnstreiktagen fuhren noch vereinzelt Straßenbahnen und Busse, wobei es für einen Notfahrplan auch nicht genug Kapazitäten gab.

Nahverkehrskunden müssen Alternativen suchen

Nahverkehrskunden müssen auf Alternativen ausweichen. Lediglich auf Linien, die von externen Unternehmen im Auftrag der swa gefahren werden, sind Busse im Einsatz. Das betrifft die Linien 21, teilweise 24/25 und 38. Nicht vom Streik betroffen sind die Regionalbusse des AVV (Liniennummern über 100) und der Regionalzugverkehr, wobei es wegen einer morgendlichen Stellwerksstörung am Hauptbahnhof zu Verzögerungen im Pendlerverkehr kommt. Erfahrungsgemäß wird es an diesem Tag mehr Autoverkehr geben als an anderen Tagen. Die Donauwörther Straße etwa war am Morgen verstopft. Auf den Straßen sind auch mehr Radler und E-Scooter-Fahrer zu beobachten.

Streik unabhängig von Einigung im öffentlichen Dienst

Verdi möchte für die Beschäftigten im Nahverkehr bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen und fordert vor allem eine bundesweite Vereinheitlichung der Tarifverträge. Der Tarifstreit läuft unabhängig von der Auseinandersetzung für den restlichen öffentlichen Dienst (städtische Verwaltung, Kitas, Pflege, Müllabfuhr etc.), wo am Wochenende eine Einigung erzielt wurde.

Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte die Tarifparteien im Nahverkehr dazu auf, wenigstens für Notfahrpläne zu sorgen. Damit werde ein planbares Mindestangebot sichergestellt. An Streiktagen sorge dies auch dafür, dass Regionalbus- und Zugverkehr nicht überlastet werden. Der Ansturm auf diese Verkehrsmittel an Streiktagen im Stadtverkehr ist abhängig vom Fahrweg auf manchen Linien deutlich stärker als sonst, auf anderen kaum spürbar. Regionalbusse und -Züge verfügen nur über ein begrenztes Haltestellennetz innerhalb der Stadt.

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