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Handball

16.10.2020

TSV-Trainer Vornehm positioniert Nachfolger

Nehmen auf der Trainerbank einen Tausch vor: Der bisherige Cheftrainer Herbert Vornehm (links) will verstärkt als Co-Trainer arbeiten, sein bisheriger Assistent Max Högl hingegen soll als Cheftrainer die finalen Entscheidungen treffen.
Bild: Fred Schöllhorn

Bisheriger Cheftrainer des Frauen-Drittligisten TSV Haunstetten will künftig Max Högl zuarbeiten. Vor dem Saisonauftakt ohne Zuschauer bereiten etliche Dinge Kopfzerbrechen.

Eine für alle Beteiligten vollkommen ungewohnte Situation erwartet die Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten ab dem kommenden Wochenende. Wenn am Samstag um 18 Uhr der Startschuss für Haunstetten in heimischer Albert-Loderer-Halle gegen den TSV Wolfschlugen fällt, werden sich Team und Verein nicht nur daran gewöhnen müssen, dass man ohne Zuschauer-Unterstützung auskommen muss. Auch andere Begleitumstände bereiten den Verantwortlichen Kopfzerbrechen.

„Wir wissen komplett nicht, wo wir stehen und wie wir unsere Chancen heuer einschätzen können“, sagt Max Högl. Der bisherige Co-Trainer wird ab sofort Chef auf der Kommandoposition am Spielfeldrand sein, während der langjährige Trainer Herbert Vornehm verstärkt ins zweite Glied rücken will. „Für mich ist das ein Glücksfall“, sagt Vornehm, „weil Max nicht nur fachlich, sondern auch menschlich die optimale Lösung für unsere Zukunft ist.“ Vornehm hatte immer wieder angedeutet, den Chefposten abgeben zu wollen. Allerdings fand der Abteilungsleiter bislang keinen geeigneten Nachfolger. Nun scheint er ihn gefunden zu haben.

Vorbereitung war für den TSV Haunstetten schwierig

Trotz einer mittlerweile fast viermonatigen Vorbereitung ist man aus Trainersicht überhaupt nicht im Soll: „Ein ordentliches Training war in den ersten Wochen verboten, Testspiele fielen aufgrund eventueller Verdachtsfällen regelmäßig aus, und Turniere waren ohnehin nicht erlaubt“, beschreibt Högl. So musste man sich mit hauptsächlich aus den eigenen Reihen aufgefülltem Kader die meiste Zeit intern messen. Sarah Feistl (ASV Dachau) und Jugendnationalspielerin Julika Birnkammer waren die beiden einzigen „Fremden“, und diese hatten sich zu allem Übel auch noch mit Verletzungen herumzuplagen. Während Birnkammer nach Fußproblemen bereits auf dem Weg der Besserung ist, erwischte es Feistl mit einem Kreuzbandriss ganz bitter. Das gleiche Schicksal ereilte zu allem Übel auch noch Leonie Henkel, die nach fast einjähriger Pause bis dato in einem Topzustand war. „Damit müssen wir jetzt erst einmal fertig werden“, erklärt Högl, der für das Auftaktspiel gegen die starken Württemberger nur zwei Wünsche hat: „Keine weiteren Ausfälle und Vertrauen in unsere Stärken.“

Mit dem jüngsten Frauenteam des TSV Haunstetten aller Zeiten (Durchschnittsalter unter 20) stehen die beiden Trainer ohnehin vor einer einzigartigen Herausforderung. Nichtsdestotrotz erhofft man sich wenigstens, dass die Saison durchgespielt werden kann: „Alle haben sich an die ausgegebenen Vorschriften akribisch gehalten und wollen jetzt endlich wieder in den Wettkampf. Spielabsagen oder ein möglicher Abbruch der Saison wären für uns alle furchtbar,“ sagt Högl. (hv)

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