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Lebensstil

25.10.2013

Tiertrophäe ohne Todesschuss

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3 Bilder
Individuelle Handtaschen zeigen Ulrich Czerny und weitere Täschner.

Der erste Textilmarkt im tim will Kunsthandwerker, Künstler und Modemacher in Hochform zeigen. 55 Ateliers machen bei der Premiere im Museum mit

Ob Elch, Wildsau oder Zebra: Für die Jagd-Trophäen von Miriam Stark muss kein Tier sterben. Statt zur Flinte greift sie zu Filz und Nadel. Damit stellt die frühere Tierärztin verblüffend lebensechte Tierköpfe her. Zu sehen sind sie am 23./ 24. November beim ersten großen Textilmarkt in den historischen Hallen des Staatlichen Textil- und Industriemuseums.

Für Museumsleiter Karl B. Murr gehört es zur Philosophie des tim, hochwertigem (Kunst-)Handwerk den Stellenwert zu geben, den es verdient. „Es geht um schöne Produkte, die Geschichte haben, die in alten Techniken hergestellt werden und nichts mit Massenware zu tun haben“, sagt er.

Teilnehmer kommen aus dem In- und Ausland

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Bei der Premiere im Museum machen 55 Ateliers aus insgesamt fünf Ländern und auch aus der Region Augsburg mit. Sie präsentieren individuelle Kleidung, Heimtextilien, Hüte, Lederwaren, Schmuck und vieles mehr. Viele dieser Kunsthandwerker haben nationales und internationales Renommee, wie Veranstalterin Barbara Bode aus Eching verspricht. Vorbild für die Augsburger Aktion soll der bekannte und beliebte Textilmarkt in Benediktbeuren sein, der jedes Jahr Tausende von Besuchern anzieht. Bode ist dort Jury-Mitglied, ebenso wie die Augsburger Filzkünstlerin Monika Fergg. Beide haben gute Kontakte zu angesagten Künstlern, Kunsthandwerkern und Modemachern. Und davon wird es im tim einige geben.

Über Miriam Starks Trophäen nach dem Motto „gefilzt statt geschossen“ haben schon Magazine wie Schöner Wohnen berichtet.

Feintäschnerin Bettina von Reiswitz, eine weitere Ausstellerin, war erst kürzlich im Bayerischen Fernsehen zu sehen. In ihrer kleinen Münchner Werkstatt stellt sie handgefertigte Taschen her, die individuell auf die Trägerin abgestimmt werden. Jede hat ihre eigene Geschichte. So bekam eine Querflötenspielerin eine Tasche, in die genau ein paar Noten, ein Apfel und eine Jacke passten.

Bei Mode und Accessoires wird es ebenfalls zahlreiche interessante Aussteller geben. Mit dabei ist Christine Birkle von Hut up Berlin. Sie präsentiert ihre Modelle nicht nur bei der Berliner Fashion Week. Die Schwäbin verkauft ihre Kollektionen auch in Tokyo, New York und Paris. Auch mehrere Augsburger Ateliers wie Samobie oder fine & dandy präsentieren ihre Looks. Für außergewöhnlichen Schmuck steht wiederum Designerin Uli Strempel.

Sie verstrickt Golddraht für ihre Schmuckstücke und schafft so kleine filigrane Kunstwerke. Überraschende Kunst in Form von gebackenen Blumenkleider zeigt Beatrice Oettinger.

Beim Textilmarkt im tim wird darüber hinaus ein breites Spektrum von handwerklichen Techniken zu sehen sein, darunter Gobelinweber, Damastweber und Leinenweber sowie Filzhandwerker und Teppichmacher. Diverse Workshops für interessierte Besucher sind geplant. Über die kreative Zusammenarbeit mit dem Museum freut sich Filzkünstlerin Monika Fergg. Ein besonderes Anliegen beim Textilmarkt sei auch zu zeigen, wie lebendig das Textilhandwerk ist. Die wachsende Augsburger Szene will man mit dieser Aktion noch besser vernetzen.

Textilmarkt Er läuft am Samstag/Sonntag, 23./24 November, von 9 bis 18 Uhr im Textilmuseum, Provinostra-

ße 46. Der Eintritt zum Markt ist frei. Besucher mit Auto werden gebeten, im Parkhaus der City-Galerie zu parken. Die Garage ist zu Fuß fünf Minuten vom Museum entfernt. Das tim ist auch mit der Linie 64 gut erreichbar.

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