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Augsburg

27.08.2020

Trickbetrüger wollen Senioren um Geld bringen – doch die passen auf

Rentner aus Augsburg haben betrügerische Anrufe erhalten. Doch erfolgreich waren die mutmaßlichen Kriminellen nicht.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Mehrere Rentner aus Augsburg erhalten dubiose Anrufe. Einmal meldet sich eine angebliche Gerichtsvollzieherin, einmal eine angebliche Anwältin. Die Anrufer wollen Geld.

Mutmaßliche Trickbetrüger haben am Dienstag versucht, Senioren in Augsburg um ihr Geld zu bringen. Nach Auskunft der Polizei wurde ein Rentner aus Lechhausen von einer Frau angerufen, die sich als Johanna Jäger bezeichnete und sich als Gerichtsvollzieherin der "Verteilerstelle Düsseldorf" ausgab. Sie behauptete, dass gegen den Senior immer noch eine offene Forderung in Höhe von 5.820 Euro vorläge, die aus einer Gewinnspielteilnahme aus dem Jahr 2012 datiere, da er damals bei „Eurowins Glückspiele“ ) teilgenommen habe. Eine Firma diesen namens existiert laut Polizei nicht. Die Anruferin behauptete weiterhin, es gebe bereits Mahnungen mit entsprechenden Zahlungsaufforderungen, die der Rentner bislang offenbar ignoriert habe. Deswegen solle sich der Angerufene bei einer Frau „Kunze“ von der Bankaufsichtsbehörde melden. Der Rentner, der auch nie bei einem derartigen Gewinnspiel mitgemacht hatte, beendete das Gespräch und erstattete stattdessen Anzeige bei der Polizei.

Trickbetrüger haben es in Augsburg auf Senioren abgesehen

Einen ähnlichen Anruf erhielt eine Rentnerin aus Hochzoll. Dort gab sich eine Anruferin als Frau „Dr. Jensen“ aus, eine angebliche Rechtsanwältin einer Gewinnspielfirma, so die Polizei. Sie teilte der Seniorin mit, dass diese eine Geldsumme über 149.000 Euro gewonnen habe. Um an den Gewinn zu kommen, müsse sie nur zwei Amazon-Gutscheine über je 100 Euro kaufen und die Codes anschließend per Telefon durchgeben, so die Behauptung. Als Grund hierfür gab die vermeintliche Rechtsanwältin an, dass Amazon Sponsor des Gewinnspiels sei. Diesbezüglich erhalte die Rentnerin auch noch einen weiteren Anruf einer anderen Mitarbeiterin.

 

Die Rentnerin befolgte die Anweisungen und erhielt tags darauf den angekündigten Anruf. Hierbei wurde ihr dann gesagt, dass sie nun noch die Transferkosten in Höhe von 4050 Euro überweisen müsse, erst dann könne die Gewinnausschüttung erfolgen, berichtet die Polizei weiter Dieser Aufforderung kam die Rentnerin jedoch nicht nach, sondern meldete den Vorfall bei der Polizei. Hier wurde dann festgestellt, dass die Seniorin geraume Zeit zuvor tatsächlich an einem Gewinnspiel bei einem bekannten Zeitschriftenverlag teilgenommen hatte und deshalb der Annahme war, möglicherweise tatsächlich gewonnen zu haben. (jaka)

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