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13.11.2009

Voller Energie für Kraftwerk am Lech

Eon treibt seine Pläne für ein neues Wasserkraftwerk am Lech voran. Der Stromerzeuger will viel Geld in die Hand nehmen und in den kommenden Monaten alle Gutachten vorlegen, die im Genehmigungsverfahren für die Anlage gefordert werden.

Diese Woche hat es einen informellen Gesprächstermin bei der Stadt gegeben. Vertreter der Eon Wasserkraft GmbH trafen mit allen Behörden und Institutionen zusammen, die im Verfahren zu Wort kommen werden. "Schwerpunkt des Gesprächs war der Naturschutz in allen seinen Facetten", sagt Umweltreferent Rainer Schaal. Denn die neue Anlage soll mitten in Augsburgs wichtigstem Naturschutzgebiet, dem "Stadtwald", gebaut werden, etwa auf der Höhe von Kissing.

Von Eon werden jetzt unter anderem drei Gutachten gefordert: eines zur Umweltverträglichkeit des Vorhabens und zwei weitere zur Verträglichkeit mit dem Natur- und Artenschutz. Weiter will Eon ein Grundwassermodell vorlegen, das Klarheit über die Auswirkungen des Kraftwerksbaus auf das Augsburger Grundwasser bringen soll.

Fachleute gehen davon aus, dass diese Prüfungen wohl einen siebenstelligen Betrag kosten werden. Doch bei Eon will man damit auf der sicheren Seite sein. "Die Frage zu klären, ob es ein sauberes Projekt ist, ist uns wichtig", sagt Sprecher Christian Orschler. "Wir sind davon überzeugt."

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Wie berichtet, ist eine Anlage mit Schlauchwehr und Umgehungsbach geplant. Sie hätte eine Jahresarbeitsleistung von 28 Millionen Kilowattstunden und könnte rechnerisch rund 7900 Haushalte mit Strom versorgen.

Umweltreferent sieht einen großen Zielkonflikt

Umweltverbände wehren sich bereits vehement gegen das Vorhaben. Und auch Schaal sieht vor allem einen Zielkonflikt: Danach passt das neue Wasserkraftwerk nicht mit der Vision zusammen, den Lech im Abschnitt zwischen der Staustufe 23 bei Mering und dem Augsburger Hochablass wieder zu einem vitaleren Fluss zu gestalten. Dafür müssten alle vorhandenen Betonschwellen im Flussbett weg. Auch die, an der Eon bauen will.

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