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Augsburg

21.05.2019

Warum die Almhütte bis zum Herbstplärrer stehen bleiben darf

Die Doppelbock-Alm auf dem Augsburg Plärrer darf bis zum Herbst stehen bleiben.
Bild: Jörg Heinzle

Der Osterplärrer in Augsburg ist vorbei, doch die Doppelbock-Alm darf auf dem Areal stehen bleiben. Eine andere Hütte dagegen wird vom Abrissbagger bearbeitet.

Noch 14 Wochen, dann geht es auf dem Plärrergelände im Augsburg schon wieder rund: Der Herbstplärrer wird in diesem Jahr am 23. August eröffnet. Während die beiden großen Festzelte trotz des relativ kurzen Zeitraums zwischen der Frühlings- und Herbstausgabe des Volksfests abgebaut werden müssen, gilt für die kleinere Doppelbock-Alm eine Ausnahme. Die zweistöckige Holzhütte darf in diesem Sommer ausnahmsweise auf dem Platz an der Langenmantelstraße stehen bleiben.

"Doppelbock"-Festwirt Helmut Wiedemann sagte unserer Redaktion, der TÜV müsse seine Gastro-Hütte noch abnehmen. Das sei nur in aufgebautem Zustand möglich. Außerdem plane er einige Veränderungen im Innenbereich. Helmut Wiedemann hat die Holzhütte vor dem Osterplärrer für eine sechsstellige Summe gekauft. Weil der Zeitplan eng war, wurde aber nur das Erdgeschoss fertig. Das obere Stockwerk ist derzeit nur geliehen. Der Wirt hofft, dass er auch das neue Obergeschoss im Laufe des Sommers aufbauen kann. Klappt das noch nicht, werde es aber spätestens im nächsten Frühjahr soweit sein, so Wiedemann.

Über die Doppelbock-Alm auf dem Augsburger Plärrer gab es eine Debatte

Im allgemeinen Ausschuss des Stadtrats sorgte die Ausnahmeregelung für die Doppelbock-Alm für eine kurze Debatte. Stadträte bemängelten, dass sie nicht vorab über die Entscheidung der Stadt informiert worden sind. Der CSU-Rat und Marktpfleger Günter Göttling hält die Ausnahme aber für vertretbar. "Es gibt gute Gründe dafür", sagt er. Auch wenn dadurch einige Parkplätze auf dem Areal vorübergehend wegfallen. In der Vergangenheit habe es auch schon Ausnahmen für die große Zelte gegeben. Deren Wirte durften zum Beispiel vor einigen Jahren die Zelte stehen lassen, um unter anderem den Holzboden zu erneuern.

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Die Doppelbock-Alm ist seit dem vergangenen Herbst neu auf dem Plärrer. Sie hat 650 Außenplätze und 470 in der Hütte, also insgesamt 1120. Die Frage, wer das dritte, kleinere Zelt auf dem Plärrer betreiben darf, war ein Streitthema in der Augsburger Kommunalpolitik. Nachdem der bisherige „Sterndl-Alm“-Wirt Edmund Diebold aufgegeben hatte, wurde das Zelt neu ausgeschrieben. Das Interesse daran war aber sehr überschaubar. Von zwei Bewerbern sprang einer noch ab, so dass am Ende Helmut Wiedemann übrig blieb. Er hat die Zusage der Stadt, dass er auf dem Fest bleiben kann, solange er seine Sache gut macht.

Ein Bagger reißt im Moment die alte Plärrerwache ab

Indes ist für eine andere Hütte die Zeit abgelaufen. Die marode Plärrerwäche, in der Polizei, Sanitäter und Feuerwehr untergebracht waren, wird aktuell abgerissen. Am Dienstag riss ein Bagger unter anderem das Dach des Gebäudes ein. Anstelle der alten Wache soll an derselben Stelle nun bis zum Herbstplärrer ein Gebäude in Container-Bauweise errichtet werden. Dort soll es für die Einsatzkräfte mehr Platz und Komfort geben.

Lesen Sie dazu auch: Abriss nach 34 Jahren: Die Plärrerwache hat jetzt ausgedient

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