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Wie der Wandel im Textilviertel ausstrahlen kann

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Kommentar Von Stefan Krog
30.08.2019

Die Umwidmung des Augsburger Textilviertels hat Vorzeige-Charakter. Deshalb könnte es auch für andere Gegenden von Bedeutung werden.

Dass Industriebauten Gebäude mit besonderem Charme sind, der sich auch bei einer modernen Nutzung erhalten lässt, hat man in Augsburg schon gesehen: Gaswerk mit Theater, Glaspalast, Fabrikschloss (wenn man von dem Gewerbeanbau absieht) zeigen, dass Denkmäler erhalten und gut genutzt werden können. Das AKS-Areal hat mit seiner Mischung von verschiedenen Nutzungen in Denkmälern und Neubauten durchaus Vorzeige-Charakter. In der Gesamtheit ist ein stimmiges Ensemble entstanden.

Im Textilviertel hat sich die Welt in den vergangenen 20 Jahren auf den Kopf gestellt. Das frühere Fabrik- und Arbeiterviertel hat sich gewandelt. Die Siedlung an der Aumühle am Glaspalast machte den Anfang, inzwischen kamen mit Provinopark und AKS neue schicke Wohnungen dazu. Demnächst wird der Martinipark bezogen, nahe dem Schlachthof und neben dem Fabrikschloss sind weitere Wohnungskomplexe geplant.

Das hat das Viertel ohne Zweifel aufgewertet, allein schon weil Läden und Supermärkte dazukamen. Gleichzeitig fürchten alteingesessene Bewohner, dass die neuen Wohnungspreise auf die alten durchschlagen könnten. Wohnen in einem gefragten Viertel wird auch in Augsburg insgesamt teurer. Diesen Mechanismus muss – angesichts der gestiegenen Wohnpreise – auch die Stadt im Hinterkopf haben, wenn sie in Zukunft etwa die Sanierung der Jakobervorstadt angeht.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: AKS-Areal: Hier entsteht ein besonderes Hotel

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