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Augsburg

21.11.2019

Zoll sucht nach Schwarzarbeitern auf dem Stadtmarkt

Besucher in der Obstgasse des Stadtmarktes. Der Zoll hat am Mittwoch den Markt kontrolliert.
Bild: Klaus Rainer Krieger (Symbolfoto)

Beamte kontrollieren die Stände auf dem Augsburger Stadtmarkt. Kontrollen dieser Art gibt es immer wieder.

Die meisten Menschen kommen auf den Augsburger Stadtmarkt, um dort einzukaufen oder ihre Mittagspause zu verbringen. Die Zollbeamten, die am Mittwochvormittag auf den Markt kamen, hatten dagegen ein ganz anderes Ziel. Ihre Aufgabe war es, die Stände dort zu kontrollieren – unter anderem auf mögliche Schwarzarbeit. Offenbar handelte es sich bei dem Einsatz auf dem Stadtmarkt um eine Routinekontrolle. Markthändler berichteten, mehrere Dutzend Zollbeamte hätten den Vormittag über die Stände kontrolliert und die Beschäftigten dort befragt.

Vom Augsburger Hauptzollamt war dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Kontrollaktionen wie nun auf dem Stadtmarkt gibt es aber immer wieder. Auch die Fahrgeschäfte auf dem Plärrer sind schon mehrfach von Zollbeamten kontrolliert worden, genauso wie etwa Baustellen oder Gastronomiebetriebe. Erst vor wenigen Tagen schaute sich der Zoll auch das Sicherheitsgewerbe in Augsburg genauer an.

Auch bei den Augsburger Panthern war der Zoll kürzlich vor Ort

Zollbeamte kontrollierten bei einem Eishockey-Heimspiel der Augsburger Panther die Sicherheitsleute im Curt-Frenzel-Stadion. Am selben Abend nahmen sich die Kontrolleure dann auch noch das Sicherheitspersonal von Clubs und Bars in der Maximilianstraße vor. Die gesammelten Informationen werden nun ausgewertet und überprüft.

Die rund 250 Beamten der Augsburger Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften im vergangenen Jahr rund 1400 Firmen. Das Augsburger Zollamt ist zuständig für einen großen Teil von Bayerisch-Schwaben und den Raum Ingolstadt - sie kontrollierten auch schon ungewöhnliche Orte wie das Schloss Neuschwanstein. Aus den Schwarzarbeitskontrollen ergaben sich rund 2600 Ermittlungsverfahren. Der von den Beamten ermittelte Schaden lag bei rund 34,8 Millionen Euro.

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