Vorbild Paris: Nachdem dort die Parkgebühren für auswärtige SUV stark angehoben werden sollen, fordert nun auch der Deutsche Städtetag höhere Tarife für größere Autos, insbesondere in Innenstädten. Denkbar sei eine Staffelung der Parkgebühren nach Fahrzeuggröße, so der kommunale Spitzenverband, dem auch Augsburg angehört.
Dies sei in den aktuell in Bayern geltenden gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht vorgesehen, so das städtische Tiefbauamt auf Anfrage. Ebenso sei die Gebührenhöhe rechtlich gedeckelt. Konkrete Überlegung zur Ausgestaltung der Gebühren ergeben demnach erst Sinn, wenn eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Freistaat absehbar werde. Allerdings lässt die Stadt durchblicken, dass sie sich mehr Entscheidungsfreiheit in der Steuerung des Mobilitätsverhaltens wünschen würde.
Die Forderung einer Preisstaffelung bei Parkplätzen stammt von der Deutschen Umwelthilfe und soll auch für Tiefgaragen gelten. In Augsburg sind laut Ordnungsreferat aktuell 4272 geländegängige Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit einem Gewicht von mehr als 1,6 Tonnen zugelassen. Dabei handelt es sich um Geländewagen, die bestimmte technische Voraussetzungen wie Bodenfreiheit erfüllen müssen. Hinzu kommt noch der Teil der SUV, die diese Merkmale nicht erfüllen und rein für den Verkehr auf der Straße gedacht ist. Sie werden in der Statistik als normaler Pkw geführt. Europaweit ist Deutschland Spitzenreiter in Sachen SUV. (stern)