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Augsburger Jazzsommer
08.08.2019

Eine Legende spielt, der Festivalleiter geht

Kenny Barron bei seinem Auftritt im Glashaus des Botanischen Gartens. Das Jazzsommer-Publikum ist begeistert.
Foto: Herbert Heim

Lange wollte Christian Stock den Pianisten Kenny Barron engagieren. Zu seinem Abschied als künstlerischer Leiter des Augsburger Jazzsommers hat es geklappt.

Ein Ende. Ein Neubeginn. Erinnerungen an die Tage, als alles anfing, an den kleinen Funken, der einen Flächenbrand auslösen kann. Wenn Kenny Barron auf die Bühne des 27. Augsburger Jazzsommers steigt, lässt er mehrere Dinge auf einmal geschehen, unaufgeregt, entspannt, ohne jede Larmoyanz. Der legendäre amerikanische Pianist spielt und Festivalleiter Christian Stock geht – so einfach ist das! Er habe immer schon versucht, diesen wunderbaren Musiker, diesen Stilbildner für Generationen von Kollegen zu verpflichten, sagt der Impresario des Festivals, selbst als versierter Bassist ein Kollege, zur Begrüßung im proppenvollen Glashaus des Botanischen Gartens, das leider wieder wegen der unsicheren Wetterlage als zweitbeste Lösung für den Abend herhalten muss. Dass es endlich geklappt hat, just zum Finale einer ebenso leisen wie erfolgreichen Ära, mit der sich die Fuggerstadt definitiv von der Rolle der Jazz-Provinz verabschiedet hat, kann man wie eine Fügung des Schicksals betrachten. Oder wie ein Abschiedsgeschenk, dass sich Stock selbst beschert hat.

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