13.09.2019

Feuchte Augen zum Schluss

Barbara Wolf (li.) und Alexandra Rauch vom Architekturmuseum Schwaben betreuten ihre letzte Ausstellung
Bild: aba

Letzte Vernissage im Architekturmuseum

„Aufbruch in eine neue Ära“ ist die neue Ausstellung im Architekturmuseum Schwaben über den Stadtbaurat des 19. Jahrhunderts, Ludwig Leybold, betitelt, und einige Vernissagen-Besucher wollten dies schon als Ausblick in die Zukunft des Museums verstehen. Doch die meisten der überaus zahlreich erschienenen Gäste waren auf Abschied gestimmt, denn das war die letzte Vernissage, bevor das Museum auf zwei bis drei Jahre schließt, die letzte unter der Leitung der Technischen Universität München TUM und ihres Professors Andres Lepik. Wie berichtet, hat die Buchegger-Stiftung die Zusammenarbeit mit Lepik und der TUM beendet.

Das Zerwürfnis der beiden ehemaligen Partner grundierte denn auch die Gespräche auf der Vernissage, und schließlich sprach es auch die Kuratorin der Ausstellung, Alexandra Rauch, direkt an. Die Vorwürfe, Lepik und seine Augsburger Mitarbeiterinnen hätten unter anderem durch fehlerhafte wissenschaftliche Arbeit zum „Niedergang des Museums“ beigetragen, seien ungerecht und rufschädigend. Für 115 Ausstellungen seit Gründung des Museums hätten sie stets Anerkennung geerntet. Vor allem die Augsburger Verantwortliche für das Museum, Barbara Wolf, habe eine „grandiose Arbeit“ geleistet, sagte Rauch, und da brandete dann auch starker Beifall auf.

Ja, sie selber habe 98 Ausstellungen, 32 Publikationen, 250 Führungen und zahlreiche Seminare betreut, resümierte Wolf. Von ihren Kollegen bekam sie Blumen und Umarmungen, von den Besuchern Dank und freundliche Worte, und da wurden ihr dann doch die Augen feucht. Wolf und Rauch werden ihre Tätigkeit im Dezember beenden. Gregor Nagler, ein weiterer Museumsmitarbeiter, arbeitet jedoch weiter – in einem zukunftsweisenden Forschungsprojekt der TUM mit den Universitäten Augsburg und Leipzig über die Stadt im digitalen Wandel. Allerdings müsse er sich dafür ein neues Büro suchen, sagte er, da das Museum ja zum Jahresende schließt.

der Ausstellung über den Stadtbaurat Ludwig Leybold lesen Sie nächste Woche.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren