Wolfhard von Roth war anders. Die meisten seiner Bischofskollegen wollten nach ihrem Ableben in Stein oder Bronze verewigt der Nachwelt als 30-Jährige erhalten bleiben. Schließlich war auch Jesus jung gestorben, dieser Aura wollten sie im Tod nahe sein. Nicht so Wolfhard, der von 1288 bis 1302 in Augsburg als Bischof regierte. Er war der erste Kirchenmann überhaupt, der sich nach seinem Tod auch als tatsächlich Toter in Bronze gießen ließ. Heute steht sein Grab samt der kunsthistorisch einmaligen, 800 Jahre alten Platte und einem darunter befindlichen Zinnkasten mit den Gebeinen des Geistlichen in der Konrad-Kapelle des Augsburger Doms.
Geschichte