Diese Augen. Diese Blicke aus Mädchen-Augenwinkeln, neugierig, heiter, schelmisch. Sie begegnen den Betrachtern noch häufiger als die erschreckten – oder schreckeinflößenden – Augenhöhlen zu angstgebleckten Zähnen bei ihm, einem Mann. Seinem Geschau, ihrem Geschau kann man sich kaum entziehen, sind sie auch kindlich, comicähnlich vereinfacht ausgeführt, zeitgenössisch-stilisierte, wirkungsvolle Pendants zu Guido Renis glaubensverzückten, Henri Matisses dunkel leuchtenden, Amedeo Modiglianis bettschläfrigen Augen. Und: Sie sind auch ein Erkennungszeichen von André Butzers Kunst, die jetzt im H2 des Glaspalasts von der Augsburger Gesellschaft für Gegenwartskunst nicht zum ersten Mal gezeigt wird.
Ausstellung