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Schach

23.05.2018

BCA überholt den FC Bayern München

Der BCA Augsburg nimmt sein Aufstiegsrecht wahr und tritt in der kommenden Saison in der Schach-Bundesliga an.
Bild: Leitenstorfer

Erstmals steigt ein Augsburger Verein in die Bundesliga auf

Jetzt oder (vielleicht) nie… war das Ergebnis der Lagebeurteilung in der letzten Vorstandssitzung des BCA Augsburg. Nachdem der Verein noch im Vorjahr als Meister der zweiten Bundesliga Ost auf das souverän erkämpfte Aufstiegsrecht verzichtet hatte, wollte man heuer nicht nochmals Nein sagen, als der mit einem Punkt vor den Augsburgern platzierte Erzgebirgische Schachverein Nickelhütte Aue erwartungsgemäß auf sein Aufstiegsrecht in die 1. Liga verzichtet hatte. Wenn die Bundesliga im November startet, wird der BCA eines von 16 Teams sein.

Der Verzicht des Vereins aus der sächsischen Kreisstadt beruhte wohl auf denselben Gründen, wie der Augsburger Verzicht im Vorjahr: Die Kosten eines Spieljahrs in der ersten Liga, einschließlich der vom Verein Schachbundesliga (der die Schachbundesliga betreibt) von seinen Mitgliedern, den 16 Klubs der 1.Liga, erwarteten finanziellen Aufwendungen. Über Geld will man beim BC Augsburg nicht groß sprechen, doch zeigten die vergangenen Jahre, das in der „stärksten Schachliga der Welt“ wohl mindestens 50000 Euro nötig sind, um wettbewerbsfähig zu sein.

Der Etat der Spitzenklubs wie die OSG Baden-Baden oder die SG Solingen, die nach Saisonende mit 27 Punkten die 16er-Liga punktgleich anführen und am Donnerstag in einem Stichkampf den deutschen Meister ausspielen, liegt im guten sechsstelligen Bereich. Aufgrund dieser finanziellen Belastungen kommt es fast jedes Jahr zu Rückzügen aus der 1. Liga bzw. zum Aufstiegsverzicht von Klubs der vier zweiten Bundesligen. Nach dieser Saison meldete sich der SK Schwäbisch Hall freiwillig ab, sportliche Absteiger sind der SK Norderstedt, die SG Speyer-Schwegenheim und der FC Bayern München.

Der stand schon in den vergangenen fünf Jahren immer auf einem Abstiegsplatz, doch durch Verzichte oder Rückzüge diverser Teams durfte er bisher immer in der Top-Liga bleiben. Diesmal muss der frühere Abonnementsmeister den Weg nach unten aber antreten. Trotzdem wird der BCA Augsburg nicht der einzige bayerische Vertreter in der „stärksten Liga der Welt“ sein. Die Münchner Schachakademie Zugzwang hielt als 13. mit Mühe die Klasse. Für beide bayerischen Vertreter wird es aber nur ein Saisonziel geben: den Klassenerhalt. (jmp/ötz)

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