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Radsport

16.10.2019

Im Augsburger Velodrom geht’s rund

Beim internationalen Sprinter-Cup wurden starke Rundenzeiten gefahren. Insgesamt neun Rennen veranstaltete die RSG Augsburg in der vergangenen Saison im Velodrom in Lechhausen.
Bild: Fred Schöllhorn

Auf der Ovalbahn in Lechhausen ist eine erfolgreiche Saison zu Ende gegangen. Auch im Winter wird die Halle gut genutzt. Doch die neue Beleuchtung und der Brandschutz verschlingen viel Geld

Die Rennsaison in einer der traditionsreichsten Sportstätten der Stadt Augsburg, der Radrennbahn in Lechhausen, ist mit großem Erfolg zu Ende gegangen. Insgesamt neun hochklassige und teils internationale Rennen hat das neu zusammengestellte Team der RSG Augsburg um den Vorsitzenden Dennis Janele im Peter-Krauß-Velodrom organisiert. Doch neben dem sportlichen Erfolg hat der Verein auch mit den hohen Kosten zu kämpfen. In die mittlerweile 35 Jahre alte Halle samt Holzbahn regelmäßig viel Geld investiert werden. Zuletzt wurden für rund 90000 Euro neue Lampen installiert.

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„Im vergangenen Winter ist uns die Beleuchtung ausgefallen und wir mussten sogar zwei Wochen die Halle schließen, weil es zu dunkel war“, berichtet Albert Hofstetter. Der langjährige ehemalige Vorsitzende der RSG hat sein Amt nun zwar an Dennis Janele übergeben, doch der 71-Jährige ist noch weiterhin für die Finanzen zuständig. Und da hat er mit Blick auf die hohen Ausgaben in Sachen Brandschutz und Beleuchtung einen mehr als verantwortungsvollen Posten.

Momentan bemüht sich Hofstetter um die Zuschüsse von Bund, Bayerischem Landessportverband und der Stadt. „Da muss ich jetzt mal der Stadt Augsburg ein Kompliment machen, denn innerhalb von einer Woche war die Förderzusage da. Im Gegensatz zum Bundesministerium für die Förderanträge, das erst einmal eine ,aussagekräftige Projektbeschreibung‘ von mir haben wollte“, berichtet Hofstetter vom mitunter nervenaufreibenden Kampf mit den Behörden.

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45 000 Euro für den Brandschutz

Wie in vielen anderen Sportstätten machen auch der RSG Augsburg die neuesten Auflagen zum Brandschutz Sorgen. So wurden zusätzlich zur Erneuerung der Lampen und der Stromanschlüsse im vergangenen Jahr neue Brandschutzfenster auf einer Hallenseite eingebaut, die mit weiteren 45000 Euro zu Buche schlugen. Die zweite Seite soll im nächsten Jahr folgen. Glücklich ist Hofstetter deshalb darüber, dass sich die Augsburger Radbahn nach wie vor bei den Sportlern großer Beliebtheit erfreut und gut ausgelastet ist. Sowohl als Trainings- als auch als Wettkampfstätte.

So gehörte neben der bayerischen Bahnmeisterschaft im Juli auch der Internationale Sprintercup zu den sportlichen Höhepunkten der Saison 2019. Weil dort BDR-Bundestrainer Jörg Winkler die Teilnehmer für die Junioren-Weltmeisterschaft in Frankfurt an der Oder nominiert hat, waren die jungen Radsportler entsprechend motiviert und verbesserten während der Rennen gleich zwei Bahnrekorde.

Das letzte Saisonrennen markierte das Finale des Brauerei-Rapp-Bahn-Cups, der in diesem Jahr bereits zum 25. Mal in Augsburg ausgetragen wurde. An den insgesamt sechs Renntagen waren 65 Sportler im Einsatz, was erneut einen Anstieg der Teilnehmer bedeutet. Bei der Organisation der Rennen wurde das neue Team der RSG Augsburg als Veranstalter auch durch Vereinsmitglieder anderer Sportvereine aus Oberbayern unterstützt, die hauptsächlich als Kampfrichter zum Einsatz kamen. "Ohne diese Hilfe wäre die Durchführung einer solch großen Zahl an Rennen durch den Verein nicht möglich“, berichtet Albert Hofstetter. Zudem sei es erfreulich gewesen, dass es während der Rennen keine großen Unfälle gab und der Sanitätsdienst der DLRG nur vereinzelt habe eingreifen müssen.

In den nun folgenden Wintermonaten wird die Lechhauser Ovalbahn in erster Linie wieder als Trainingsstätte benutzt. Doch nicht nur Leistungssportler, die dort regelmäßig Verbandslehrgänge besuchen, sondern auch Hobby- und Freizeitsportler können nach Absprache dort trainieren.

und Trainingszeiten unter www.rsg-augsburg.de

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