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Eishockey

03.09.2019

Mit dem eigenen Flugzeug den Panthern hinterher

Die Besatzung und die AEV-Fans hatten ihren Spaß.
Bild: Siegfried Kerpf

AEV-Fans chartern sich eine Maschine. Was der Trip zu den Spielorten der Champions Hockey League gekostet hat und was die Crew lernen musste

Am Anfang war es nur eine Idee, die einer Bierlaune entsprang. Frei nach dem Motto: Ach komm, dann nehmen wir uns eben unseren eigenen Flieger. Daraus wurde der erste Fanflieger in der Geschichte der Augsburger Panther – zumindest gibt es keinen, der sich an eine vergleichbare Aktion erinnern könnte.

Die beiden langjährigen Fans Benne Kopp und Gastronom Stefan „Bob“ Meitinger hatten im Frühling nach der Auslosung der Gruppen in der Champions Hockey League zusammen gesessen und überlegt, wie sie am einfachsten die beiden ersten Auswärtsspiele in Lulea (Schweden) und Belfast (Nordirland) besuchen könnten. Einfach allerdings gibt es in diesem Zusammenhang nicht. „Wir hätten kreuz und quer durch Europa fliegen müssen.“ Also: siehe Anfang des Artikels. Aus der Idee wurde ein Plan.

„Wir haben das privat organisiert und uns verschiedene Angebote eingeholt, die waren aber alle zu teuer.“ Erst in letzter Sekunde lag ein Angebot auf dem Tisch, das mithilfe von vier Sponsoren einigermaßen bezahlbar war. Rund 1500 Euro kostete es die 50 Fans im Paket, mit einem eigenen Flugzeug erst nach Schweden und dann weiter nach Belfast zu fliegen. Insgesamt 300 Augsburger unterstützen ihr Team in Lulea, in Belfast sogar über 1000. Für Kopp eine Sensation: „Wahnsinn, die Stimmung war bei beiden Spielen überragend. Dann noch zwei Siege – AEV-Herz was willst du mehr?“

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Der Trip mit dem Fanflieger hatte neben den Erfolgen der Panther auch noch einige andere Überraschungen zu bieten. Speziell der Tankstopp in Aberdeen auf dem Weg nach Belfast hatte es in sich.

Die gesamte Gruppe musste dort aussteigen, durch die Passkontrolle, durch die Sicherheitskontrolle, noch einmal durch die Passkontrolle und durfte erst dann, nach einem weiteren Aufenthalt im Kontrollbereich, wieder zurück ins Flugzeug. „Das war natürlich etwas nervig, aber da hast du keine Möglichkeit, zu widersprechen“, sagt Kopp. Die Augsburger Fans nahmen es mit Humor und begrüßten andere Reisende mit La Ola.

Unter dem Strich bleibe laut Kopp und Meitinger eine einzigartige Erfahrung. Das dürfte auch für die beiden Piloten und den Stewart gelten. Sie hatten zum Beispiel schnell gelernt, dass eine Gruppe von 50 Eishockeyfans einen geringfügig anderen Bierkonsum hat, als der durchschnittliche Nutzer eines Charterflugzeuges. Schon auf der zweiten Etappe hatte das Personal reagiert und die Kapazitäten dementsprechend erhöht. Als der Stewart auf der letzten Etappe auch noch einen „AEV-International“-Schal trug, war ihm die uneingeschränkte Zuneigung sicher.

Zum dritten und letzten Auswärtsspiel in der Gruppe C in Liberec (16. Oktober) wird es einen Sonderzug geben. Anmeldungen sind bei den beiden anstehenden Heimspielen am Wochenende an der Fanplattform im Süd-Foyer des Curt-Frenzel-Stadions möglich.

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03.09.2019

Zum perfekten Glück hatte da nur noch die Greta gefehlt, aber die schwimmt derzeitig von ihrer Werbeveranstaltung in den USA zurück, um die Umwelt zu schonen.

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