Fußball-Bayernliga

05.11.2018

Nichts für schwache Nerven

Sorgte in Dachau für die Wende: Torjäger Maximilian Löw.
Bild: Schöllhorn

Nach einem 0:2-Rückstand drehen die Schwaben das Spiel in Dachau und gewinnen. Zwei Tore von Löw

Jürgen Reitmeier konnte auch einen Tag nach dem 3:2-Erfolg des TSV Schwaben Augsburg beim TSV Dachau nicht so richtig fassen. „Wenn mich nach 75 Minuten, einer gefragt hätte, wie die Partie ausgeht, hätte ich gesagt 4:0 oder 5:0 für Dachau“, meinte der Abteilungsleiter des Fußball-Bayernligisten. Die Heimelf führte bereits mit 2:0 und es deutete sich in keinster Weise an, dass die Schwaben irgendetwas Zählbares nach Hause bringen würden. Doch dann drückte nach 81 Minuten, Maximilian Löw den Ball zum 1:2 über die Linie, die Partie kippte und Schwaben feierte einen fast unglaublichen 3:2-Erfolg.

„Wir waren in dieser Schlussphase richtig geil im Spiel und hatten dann auch das Match-Glück auf unserer Seite. Allerdings für schwache Nerven war dieses Spiel nichts“, so Reitmeier. Die Schwaben, die sich in jüngster Zeit in einer eher schwachen Verfassung befanden, präsentierten sich zunächst auch in Dachau ziemlich bieder, oder „sauschlecht“, wie sich Reitmeier ausdrückte.

Bereits nach elf Minuten ging Dachau durch Schäffer in Führung. Schwaben-Keeper Tobias Antoni wehrte einen Schuss aus 16 Meter viel zu kurz ab, der Ball prallte genau auf die Füße von Schäffer, und der musste nur noch einschieben. Als Weiser nach 32 Minuten zum 2:0 einköpfte, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Zumal die Augsburger nie zu einer ansprechenden Form fanden und mehrfach Glück hatten bei den Vorstößen der Dachauer. Doch dann kam das, was Dachaus Spielertrainer nach der Partie als „Katastrophe“ bezeichnete. Der Anschlusstreffer von Löw neun Minuten vor dem Ende verlieh dem TSV Schwaben Flügel. Als Löw in der 83. Spielminute auch der zweite Treffer glückte, wurde Dachau von Minute zu Minute nervöser, zumal nun Schwaben auf den Siegtreffer drängte. Der fiel dann auch durch einen Foulelfmeter. Schwaben-Spieler Silas Seitz wurde im Strafraum nach 88 Minuten unsanft von Lamotte gestoppt. Schiedsrichter Demlehner (Eggenfelden) bestrafte diese Aktion doppelt: Gelb-Rot für Lamotte und Foulelfmeter. Diese Chance ließ sich Dominik Schön nicht entgehen, und die Schwaben durften schließlich auch noch den Siegtreffer bejubeln. (wla)

TSV Schwaben Antoni. Liebsch (46. Seitz/90. Heiß), Friedrich, Wallner, Schöttgen, Gail, Schön, Krug, Fiedler (67. Fackler-Stamm), Baier, Löw Tore 1:0 Schäffer (11.), 2:0 Weiser (32.), 2:1 Löw (81.), 2:2 Löw (83.), 2:3 Schön (88./Foulelfmeter) Zuschauer 100

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