Newsticker

Spanien verhängt erneut Notstand und Ausgangssperre

Beim Sportgipfel gibt es wichtige Infos

23.02.2015

Vereine und die Bürokratie

Bürokratie im Sportverein – damit kämpfen die Ehrenamtlichen im Alltag. Deutlich wurde das wieder beim Sportgipfel, zu dem der Bayerische Landessportverband (BLSV) wie jedes Jahr ins Vereinsheim des Post SV Augsburg eingeladen hatte.

Hier konnten die Vereinsvertreter ihre Probleme kundtun, zu denen der BLSV-Kreisvorsitzende Bernd Kränzle und seine Mitarbeiter Stellung nahmen. Diesmal standen die Auswirkungen des Mindestlohn-Gesetzes, das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis für Vereinsmitarbeiter und die rückläufigen Mitgliederzahlen im Mittelpunkt. „Alle Sportvereine müssen sich mit der Demografie und dem Funktionärsproblem beschäftigen“, sagte Kränzle, konnte aber erfreut berichten, dass die Mitgliederzahlen in Augsburgs Vereinen zulegen. „Mit einem Organisationsgrad von 24,9 Prozent liegen wir vor München und Nürnberg. Wir stehen gut da, auch wenn wir schwierige Aufgaben vor uns haben“, so Kränzle.

Zu diesen Aufgaben gehört das „erweiterte polizeiliche Führungszeugnis“. Sportvereine sollen künftig von all ihren ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeitern, die enge Beziehungen zu Kindern aufbauen können, diesen Nachweis anfordern. Dies dient dem Schutz der Kinder vor sexuellen Übergriffen. Eine kniffelige Situation für die Vorsitzenden, denn die Führungszeugnisse unterliegen strengen Datenschutzbestimmungen. Um den Vereinen diesen Nachweis zu erleichtern, will die Stadt Augsburg bis zum Herbst eine Stelle im Amt für Kultur, Jugend und Familie einrichten, die anstelle der Vereinschefs die Führungszeugnisse sichtet und überprüft. Die Stadt rechnet damit, dass 4500 Menschen betroffen sind.

Generell gilt, dass Übungsleiterpauschalen als ehrenamtliche Arbeit angesehen werden und daher nicht unter eine berufliche Tätigkeit und den Mindestlohn fallen. Individuell informieren müssen sich Vereine, die Verträge mit Spielern und Sportler haben oder diesen Aufwandsentschädigungen zahlen. Es könnte aber sein, dass das Gesetz nach einem Spitzengespräch mit Politikern und Sportverbänden in den nächsten Wochen noch verändert wird. (klan)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren