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Tennis

27.12.2019

Vom Wintercup zu den Australian Open

Daniel Masur ist das Zugpferd beim Wintercup in Augsburg
Bild: Michael Hochgemuth

Der deutsche Hallen-Meister und Tennisprofi Daniel Masur hofft auf die Qualifikation für das erste ATP-Turnier im Jahr 2020

Christian Hopf vom TSV Kareth-Lappersdorf (bei Regensburg) hatte nur eine Bitte. Turnierleiter Vilislav Vassilev sollte doch vor dem Zweitrunden-Match beim Sigg&Still-Wintercup in der Tennishalle der TSG Augsburg noch ein Selfie mit seinem Gegner Daniel Masur machen. Gegen einen deutschen Hallenmeister tritt ein LK-13-Spieler wie Hopf nur sehr selten an. Nach dem Selfie war die Tennislehrstunde dann auch schnell zu Ende. Masur, auf der Weltrangliste als Nummer 253 geführt, gewann 6:1, 6:1. Wenn alles normal läuft, wird der 25-Jährige am Sonntag (10 Uhr) nach dem Finale auch den Siegerscheck über 700 Euro entgegennehmen.

„Wenn es dazu kommt, wäre es ein angenehmes etwas verspätetes Weihnachtsgeschenk“, sagt Masur und lacht. Ihm geht es aber nicht so sehr um das Preisgeld, sondern um den Trainingseffekt. Seit acht Monaten organisiert er sich selbst. „An diesem Wochenende habe ich für mich entschieden, lieber Matches zu spielen, anstatt zu trainieren.“

Er steht mitten in der Saisonvorbereitung. Am 6. Januar fliegt der Tennisprofi nach Melbourne. Er hofft, dass er in das Qualifikationsfeld der Australian Open kommt. Die Qualifikation startet am 14., das Hauptfeld am 20. Januar. 18 Spieler sind vor ihm auf der Warteliste. Vergangenes Jahr war er 24. und verpasste um zwei Plätze den Cut. „Für mich ist das Chance/Risiko-Verhältnis absolut positiv“, hat der Fernstudent (Finanzmanagement) seine Ausgaben gegenüber den zu erwarteten Einnahmen abgewogen.

Sollte er in die Qualifikation rutschen, hat er rund 20000 Dollar sicher, mit drei Siegen wäre er im Hauptfeld und hätte schon 90000 Dollar verdient. „Es wäre ein Riesenbonus, wenn ich in die Qualifikation reinkomme. Und dann ist vieles möglich. Ansonsten habe ich zehn Tage bei optimalen Bedingungen trainiert“, sagt Masur. Auch Christian Hopf würde sich freuen. Ein Selfie mit einem Australian-Open-Teilnehmer hat nicht jeder.

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