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Prozess in Würzburg

22.07.2010

18-Jährige gesteht Messerattacke auf Passanten

Gerichtsakten.

Ein 18-jähriger Gymnasiast aus Würzburg hat einen willkürlichen Passanten mit einem Messerstich verletzt. Nun gestand er vor dem Gericht die Tat und erklärte auch den Grund für die sinnlose Aktion.

Ein 18-jähriger Gymnasiast hat vor dem Würzburger Landgericht einen lebensgefährlichen Messerstich auf einen Passanten gestanden. Auslöser dafür sei Frust nach einem Streit mit Freunden gewesen, sagte der Angeklagte am Donnerstag zum Auftakt des Prozesses vor der Großen Jugendkammer. Dem Schüler werden versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.

Er hatte einem Mann, der ihm zufällig auf der Straße begegnete, im Vorbeilaufen ein Messer in den Bauch gestoßen. "Ich habe zugestochen, wollte ihn aber nicht umbringen. Mein ganzer Frust hat sich entladen", sagte der 18-Jährige, der seit der Tat vom 7. Februar 2010 in Untersuchungshaft sitzt. Am Vorabend der Tat habe er mit zwei Freunden Whisky getrunken, dabei sei es zum Streit gekommen. Dadurch sei er frustriert gewesen. Das 64-jährige Opfer hatte nach eigenen Angaben einen Schlag am Bauch gespürt, aber zunächst die Stichverletzung nicht bemerkt. Er ging dem 18-Jährigen nach und stellte ihn zur Rede. "Ich wollte wissen, warum er das gemacht hat. Da erst habe ich das Messer in seiner Hand gesehen und wusste, dass er mich gestochen hat", sagte der Mann.

Das kurze Gerangel von Täter und Opfer wurde von Zeugen beobachtet, die die Polizei informierten. Eine Zivilstreife nahm den flüchtenden 18-Jährigen in der Nähe des Tatorts fest. Das Opfer wurde durch den Stich lebensgefährlich am Darm verletzt. Er wurde in einem Krankenhaus notoperiert. Der Prozess wird am 11. August fortgesetzt. ddp-bay

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