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Flüchtlingspolitik

21.04.2015

Bayern stellt sich in diesem Jahr auf 60.000 Flüchtlinge ein

Das bayerische Sozialministerium will sich der aktuellen Flüchtlingsproblematik stellen.
Bild: Maurizio Gambarini, dpa (Symbolbild)

Das Sozialministerium hat seine Flüchtlingsprognose erhöht. Die Regierung will mehr Plätze in den Unterkünften schaffen, sieht Bayern aber nicht allein in der Verantwortung.

Sozialministerin Emilia Müller (CSU) rechnet damit, dass in diesem Jahr deutlich mehr Flüchtlinge nach Bayern kommen als bislang angenommen. "Ich rechne eher mit 60.000 Menschen, die wir in Bayern unterbringen und versorgen werden", erklärte Müller am Dienstag. Das wären fast doppelt so viele wie im Jahr 2014. Bisher war die Ministerin entsprechend einer Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) von 45.000 Asylbewerbern ausgegangen. 

Flüchtlingsheime sollen erweitert werden

Inzwischen stünden in jedem Regierungsbezirk Unterkünfte für die Erstaufnahme von Asylbewerbern bereit, insgesamt 12.000 Plätze. Ziel sei es, die Kapazitäten auf bis zu 15.000 Plätze zu erweitern, sagte Müller. Die Ministerin besuchte am Dienstag eine Unterkunft in Augsburg, in der seit Ende März Asylbewerber leben.  Bayern schafft mehr Platz für Flüchtlinge

Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) betonte, Bayern sei bereit, Menschen, die Hilfe brauchten, aufzunehmen. "Wir müssen Kapazitäten schaffen, dass die Menschen, die es wirklich brauchen, hier Platz haben", sagte Huber. Flüchtlinge, die nicht aus einem Bürgerkriegsland, sondern aus einem sogenannten sicheren Herkunftsland nach Deutschland kommen, müssten deshalb konsequenter in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

CSU sieht Staatengemeinschaft in der Pflicht

Huber forderte die internationale Staatengemeinschaft auf, die Ursachen der Flucht in den Herkunftsländern der Asylbewerber zu bekämpfen. Schleusern müsse das Handwerk gelegt werden, islamistischem Terrorismus wie etwa in Somalia müsse man entschlossen entgegentreten. "Ohne eine Befriedung dieser Regionen, werden wir diesen Flüchtlingsströmen auf Dauer nicht Herr werden", sagte Huber. dpa / lby

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