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Hochwasser Bayern 2019

16.01.2019

Behörden warnen vor Hochwasser im Donau-Ries

Von der Außenwelt abgeschnitten: Die Bewohner dieser Häuser im Ries haben wegen der Wassermassen keine Möglichkeit, ihr Grundstück zu verlassen.
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Von der Außenwelt abgeschnitten: Die Bewohner dieser Häuser im Ries haben wegen der Wassermassen keine Möglichkeit, ihr Grundstück zu verlassen.
Bild: Marco Edenhofner

Erst Schneechaos, jetzt Hochwasser: Viele Flüsse traten über die Ufer. In vielen Orten gehen die Pegel zurück. Doch bei Donauwörth ist die Lage noch angespannt.

Nach den Regen- und Schneefällen der vergangenen Tage (Lesen Sie hier mehr zur aktuellen Lage) sind mehrere Flüsse und Bäche in Bayern über die Ufer getreten. Das Wasserwirtschaftsamt gab eine Warnung vor Hochwasser heraus. Betroffen von der Warnung sind in Schwaben vor allem diese Gebiete:

  • Landkreis Donau-Ries

Das Hochwasser ist die Folge der Niederschläge der vergangenen Tage in Verbindung mit der Schneeschmelze. Zu den einzelnen Gewässern in der Region meldet das Wasserwirtschaftsamt (Stand: Mittwoch, 8.00 Uhr):

  • Die Wörnitz in Gerolfingen hat einen Pegel von fallender Tendenz und wird wohl am Donnerstag unter die Meldegrenze fallen.
  • Die Wörnitz in Harburg hat einen sinkenden Pegel und wird am Donnerstag unter die Meldestufe 3 fallen.
  • Die Donau in Donauwörth ist unter den Meldebeginn gefallen. Der Pegel wird nicht wieder ansteigen.

Vor allem in der Mitte und im Norden des Freistaats wurden in den vergangenen Tagen schon Äcker und Wiesen überflutet, wie der Hochwassernachrichtendienst mitteilte. Auch im Kreis Donau-Ries hat die Wörnitz viele Äcker und Straßen unter Wasser gesetzt. Dabei wurden Bewohner von Verkehrsverbindungen abgeschnitten.

Einzelne bebaute Gebiete wurden zwischen Donauwörth und Nördlingen also schon überflutet werden. Auch in den Landkreisen Pfaffenhofen a.d. Ilm, Erding, Freising und Dachau können Flüsse über die Ufer treten.

Eine Frau geht an einem überfluteten Parkplatz vorbei. Die Wörnitz tritt nach den Niederschlägen und der Schneeschmelze über die Ufer.
Bild: Stefan Puchner, dpa

In den nächsten Tagen dürfte sich die Hochwasser-Situation aber in der gesamten Region Schwaben entspannen. Der Hochwassernachrichtendienst geht davon aus, weil das Tauwetter am Mittwoch ohne signifikante neue Niederschläge blieb. Zudem sind für die nächsten Tage auch keine weiteren Niederschläge vorhergesagt.

Das bedeuten die Meldestufen bei Hochwasser

  • Meldestufe 0:  Dieser Pegel hat derzeit keine Meldestufe überschritten.
  • Meldestufe 1: Stellenweise kleinere Ausuferungen.
  • Meldestufe 2: Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen
  • Meldestufe 3: Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich. Spätestens ab dieser Stufe müssen Feuerwehr und Technisches Hilfswerk Barrieren aus Sandsäcken oder Schutzwänden bauen.
  • Meldestufe 4: Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich. (AZ)

Hinweis : Diese Liste hat den Stand Mittwoch, 06.30 Uhr, Sie wird aktualisiert, sobald der Hochwassernachrichtendienst Bayern neue Warnungen herausgibt.

 

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