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Oberbayern

08.02.2015

Dinopark Altmühltal nimmt Gestalt an

So soll der Dinopark in Denkendorf einmal aussehen. Bereits 2016 könnte er seine Tore öffnen.
Bild: Computergrafik/Freiluftmuseum Altmühltal (dpa)

Noch immer faszinieren Dinosaurier die Menschen. Davon will der Dinopark in Denkendorf profitieren. Bereits 2016 könnte das Freilichtmuseum mit den Urzeit-Gigangen eröffnen.

Schon aus der Ferne werden die größten Exemplare zu sehen sein: Mit einer Höhe von bis zu 25 Metern dürften einige der Dinosaurier höher sein als so mancher Kirchturm in der Umgebung. Die rund 100.000 jährlich erwarteten Besucher des geplanten Dinoparks im oberbayerischen Denkendorf bei Eichstätt werden sich bei den gewaltigen Ausmaßen der Exponate erschreckend klein vorkommen.

An einem rund zwei Kilometer langen Rundweg sollen die Echsen nach Erdzeitaltern geordnet platziert werden. Ein Bereich soll die Artenvielfalt im Jurazeitalter zeigen. Auch der Archäopteryx, dessen fossile Überreste im Altmühltal gefunden wurden, wird in Lebensgröße zu sehen sein. Infotafeln und Aktionen wie Schnitzeljagden sowie Führungen werden den Besuchern die Urzeit näherbringen.

Dinopark Altmühltal: Eröffnung bereits Anfang 2016 geplant

"Wir möchten die Geschichte der Erde von der Entstehung bis jetzt zeigen, wobei der Schwerpunkt auf der Jura- und Kreidezeit liegen wird", erklärt Geschäftsführer Michael Völker. Aus dieser Zeit gebe es schließlich besonders viele Funde im heimischen Altmühltal. Darüber hinaus plant er auch Ausstellungen, die einen Blick in die Zukunft erlauben und erläutern, wie sich Flora und Fauna in einigen Millionen Jahren entwickeln könnten.

Im Sommer 2014 hatte der Gemeinderat Denkendorf grünes Licht für den Bau des Dinoparks Altmühltal gegeben. In diesem Februar sollen wichtige Entscheidungen dazu fallen. "Die Planungen schreiten gut voran", freut sich Völker. Wenn alles weiterhin so gut läuft wie bisher, könnte im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden. "Spätestens Anfang 2016 wollen wir die ersten Gäste im Dinopark begrüßen", so Volker. "Aber das hängt natürlich noch von weiteren Entscheidungen und auch vom Wetter ab."

Dinopark in Denkendorf: Lernen und Unterhalten stehen im Vordergrund

Das Areal in Denkendorf ist nach Überzeugung des Geschäftsführers der geeignete Standort für das Freilichtmuseum: die Kombination aus Waldgebiet und Freifläche sei ideal, Denkendorf gut an die Autobahn angebunden, mit einem Shuttleservice können Zugreisende vom nahe gelegenen Bahnhof in Kinding zum Park gebracht werden. Bei den Investitionen des Projekts will sich Völker noch nicht festlegen, "aber einige Millionen wird es sicher kosten".

Hergestellt werden die Dinosauriermodelle von der Firma Bernd Wolter Design. Das Unternehmen ist bekannt dafür, dass es Tierskulpturen möglichst lebensecht und nach wissenschaftlichen Standards fertigt. Die urzeitlichen Riesen in Denkendorf und ihre kleineren Kollegen sollen die Besucher aber nicht nur in Staunen versetzen. Den Betreibern ist es wichtig, dass neben dem Spaß auch die Vermittlung von Wissen nicht zu kurz kommt.

Das Konzept des "Edutainments" - Lernen und Unterhalten in einem - habe sich bereits im Dinopark im niedersächsischen Münchehagen bewährt, mit dem die Denkendorfer einen Kooperationsvertrag eingegangen sind. Beide Parks wollen Lehrmaterialien und andere Informationen austauschen. Denn auch in Denkendorf sind vor allem Familien mit Kindern und Schulklassen die Zielgruppe.

Denkendorf will von neuem Freilichtmuseum profitieren

Für sie soll es einen Mitmachbereich geben, in dem die Kleinen in Gips eingelegte Fossilien freilegen oder nach Haifischzähnen und anderen urzeitlichen Fundstücken suchen können. "Die Besucher sollen den Park mit allen Sinnen erleben. Die Faszination für Dinosaurier ist nach wie vor ungebrochen", erläutert Völker. "Es ist die unglaubliche Größe der Tiere, die die Menschen so begeistert."

Auch die Gemeinde Denkendorf ist sich sicher, dass sie vom Dinopark profitieren wird - durch steigende Übernachtungszahlen, gut besuchte Gastronomiebetriebe und nicht zuletzt durch Gewerbesteuereinnahmen. Bürgermeisterin Claudia Forster (CSU/Christliche Wähler) erhofft sich einen Imagewechsel hin zum Touristenort. Bisher sei das rund 4500 Einwohner zählende Denkendorf eher als "Ort an der Autobahn" bekannt, obwohl es mit dem Limes durchaus über Sehenswürdigkeiten verfüge. "Nicht nur wir, sondern das ganze Altmühltal wird von den vielen Kurzzeittouristen profitieren", hofft die Rathauschefin.

Befürchtungen von Einheimischen, der Dinopark bringe nur Trubel und Hektik in den kleinen Ort, legten sich laut Forster, als die Investoren das Konzept genauer erklärten. "Das ist ja kein klassischer Freizeitpark mit viel Lärm, sondern ein Freilichtmuseum." dpa/lby

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