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München

23.06.2017

Ehefrau erdrosselt: Gericht weist Rentner in Psychiatrie ein

Seit einem Schlaganfall vor einem Jahr war der demenzkranke Rentner offenbar aggressiv. Kurz darauf beging der 82-Jährige die grausame Tat. Erinnern kann er sich an nichts mehr.

Ein demenzkranker Rentner, der seine zwei Jahre ältere Ehefrau im gemeinsamen Haus in München erdrosselt hat, muss dauerhaft in die geschlossene Psychiatrie. Das Landgericht München I ordnete am Freitag die Unterbringung des 82-Jährigen an, weil der Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle.

Demenzkranker Rentner kann sich nicht mehr erinnern

Seit einem Schlaganfall im März 2016 sei der 82-Jährige aggressiv geworden. Immer wieder habe es Streit mit seiner Frau gegeben, vor allem weil er ständig darauf bestand, Auto fahren und zum Friseur zu wollen. Bei einer erneuten Auseinandersetzung am 27. August habe er sie niedergeschlagen und mit einem Strick stranguliert. 

Der Mann selbst konnte sich nicht an die Tat erinnern. "Ich würde alles sagen, aber ich weiß nichts mehr", hatte er beim Prozessbeginn am Donnerstag gesagt. Ein Teil der Verhandlung wegen Totschlags wurde ohne den Beschuldigten geführt, weil die Belastung zu groß war.  dpa

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