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Bad Grönenbach

14.07.2019

Hunderte Tierschützer demonstrieren nach Allgäuer Tierskandal

Tierschützer demonstrieren gegen Viehhaltung
2 Bilder
Die Hofschließung fordert eine Demonstrantin.
Bild: Benjamin Liss, dpa

Mehrere hundert Menschen haben in Bad Grönenbach gegen die mutmaßliche Tierquälerei in einem der größten Milchviehbetriebe Bayerns protestiert.

Gegen mutmaßliche Tierquälerei auf einem der größten Milchviehbetriebe in Bayern haben am Sonntag mehrere hundert Tierschützer demonstriert. Auf Transparenten wie "Die Würde der Tiere ist unantastbar" und "Stopp der Massentierhaltung" prangerten sie bei einer Demonstration in Bad Grönenbach die angeblichen "Foltermethoden" des Betriebs gegenüber "wehrlosen Kühen" an. Die Polizei sprach von mehreren hundert Protestierenden. Die Proteste, zu denen die V-Partei aufgerufen hatte, verliefen nach Polizeiangaben friedlich.

Bild: Benjamin Liss

Nach einer Kundgebung in der Ortsmitte zogen die Teilnehmer zu dem Milchviehbetrieb. Vor dem Hof, dessen Tore mit Gitterzäunen abgeriegelt waren, prangerte eine Tierärztin in einem Redebeitrag die angeblichen tierquälerischen Praktiken in dem Betrieb an. Mitarbeiter des Betriebs hätten die Kundgebung der Tierschützer mit Handy gefilmt, berichtete ein Augenzeuge.

Kühe geschlagen: Staatsanwaltschaft prüft Authentizität der Aufnahmen

Angeblich in den Ställen des Milchviehhalters aufgenommene Videoaufnahmen zeigen, wie Kühe getreten und geschlagen oder mit einem Traktor durch einen Stall geschleift werden. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Es werde geprüft, ob die Videoaufnahmen eines Tierrechtsvereins authentisch seien, bestätigte die Staatsanwaltschaft Memmingen. (dpa/lby)

Bild: Benjamin Liss
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15.07.2019

Warum wird hier immer noch von "mutmasslicher" Tierquälerei gesprochen, wo es doch unumstössliche Videobeweise gibt,
die wir alle im TV sehen konnten. Dieser Betrieb gehört unverzüglich geschlossen, um weiteres Tierleid zu vermeiden.
Gilt auch hier wieder der vorrangige Täterschutz?

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15.07.2019

Jeder Betrieb sollte nur soviel Tiere halten dürfen wie er auch selber auf eigenen Flächen das gesamte benötigte Futter erzeugen kann. Dann wäre mit der ganzen Sauerei der Massentiehaltung gleich ein Ende und das so viel verdammte billigfleich würde auch verschwinden, genau so schnell würde ach der Milchberg verschwinden.

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15.07.2019

Wenn ich etwas zu sagen hätte, würde über jedem Verkaufsthresen mit Fleisch ein Video ablaufen, in dem ein sogenanntes Nutztier qualvoll sein Leben beendet.

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