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München

06.03.2016

Jugendliche sollen Brandanschlag auf Flüchtlingsheim verübt haben

In München wurden drei Jugendliche festgenommen. Sie sollen einen Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft verübt haben.
Bild: Alexander Kaya

Mit Molotowcocktails sollen drei Jugendliche versucht haben, eine geplante Flüchtlingsunterkunft in München in Brand zu setzen. Sie wurden festgenommen.

Nach Angaben der Polizei vom Sonntag wurden zwei 16-Jährige und ein 17-Jähriger festgenommen. Die drei Münchner sollen in der Nacht auf Freitag zwei Brandsätze auf die Baustelle geworfen haben, um den Bau der Unterkunft zu verzögern. Da die Flaschen mit Brandbeschleuniger wirkungslos blieben, sollen die drei Verdächtigen den Heizungsschlauch am Gebäude angezündet haben. Sie flüchteten.

Der Schlauch brannte in einer Länge von etwa zwei bis drei Metern ab, der Schaden wurde am nächsten Morgen entdeckt. Das Gebäude war nicht betroffen. Unweit von der Brandstelle wurden die Molotowcocktails entdeckt, einer davon war noch unversehrt. Daraufhin wurde der polizeiliche Schutz am Gebäude verstärkt. 

In der Nacht zum Samstag kehrten die Jugendlichen zurück - offenbar um einen erneuten Brandanschlag zu verüben. Bei einer Personenkontrolle fanden die Beamten Brandbeschleuniger und Feuerzeuge. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Jugendlichen Haftbefehle beantragt. Hinweise auf einen rechtsextremen Hintergrund gibt es bei den Tatverdächtigen den Angaben nach zunächst nicht. dpa

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