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Lindau
19.08.2018

Oma erstochen, Mutter verletzt: Motiv von Verdächtiger noch unklar

Im niedersächsischen Burgwedel hat ein Jugendlicher eine 24-jährige Frau mit einem Messer auf offener Straße niedergestochen.
Foto: Jens Büttner/Symbolbild (dpa)

In Lindau am Bodensee ist am Freitag ein Familienstreit eskaliert. Die Tatverdächtige soll in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden.

Eine 27-Jährige soll am Freitag im Lindauer Stadtteil Reutin ihre Großmutter mit einem Messer getötet und ihre Mutter wahrscheinlich lebensgefährlich verletzt haben. Laut Pressesprecher Jürgen Krautwald ist ein Familienstreit eskaliert.

Den Notruf hatte die 55-jährige Mutter der mutmaßlichen Täterin gewählt. Sie hatte sich schwer verletzt in einem Zimmer in Sicherheit bringen können. Schon in den vergangenen Tagen war es laut Polizei zwischen Mutter, Tochter und der 85-jährigen Großmutter, die unter einem Dach wohnten, immer wieder zum Streit gekommen. "Es war eine verbale Streitigkeit, die dann eskaliert ist", sagt Polizeisprecher Krautwald.

Mit einem Messer habe die 27-Jährige ihre Großmutter so schwer verletzt, dass sie noch in der Wohnung starb. Als die Polizei eintraf, konnten die Beamten die 27-Jährige mithilfe von Pfefferspray überwältigen. Die Mutter wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Die Polizei nahm die 27-Jährige vorläufig fest. Sie wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Kempten vorgeführt. Diese erließ am Samstag einen Unterbringungsbefehl. Das heißt, dass die Frau nicht in einer Justizvollzugsanstalt, sondern in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird.

Die Lindauer Kriminalpolizei ermittelt nun in dem Fall, auch die Spurensicherung hat ihre Arbeit bereits am Freitagabend aufgenommen. Über das Motiv der mutmaßlichen Täterin ist laut Krautwald noch nichts bekannt: "Sie hat sich zur Tat noch nicht geäußert."

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