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Kempten

07.11.2017

Mann löst mit Drohung gegen Unternehmen Großalarm aus

Ein Mann drohte mit Gewalt gegen Mitarbeiter einer Firma.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Der Mann drohte den Mitarbeitern einer Firma über das Telefon. Polizisten konnten ihn noch in seiner Wohnung antreffen.

Ein Großeinsatz im Kemptener Stadtteil Sankt-Mang: Ein 47-jähriger Mann hatte am Dienstagmorgen einen Mitarbeiter der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Allgäu am Telefon bedroht. Er komme mit einem russischen Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow in die Verwaltung der Wohnungsgesellschaft, kündigte er an. Die Polizei sicherte daraufhin die Unternehmenszentrale und nahm den Mann 20 Minuten später an seiner Wohnung fest.

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben-Südwest hielt sich zu den Umständen bedeckt, sprach aber von einer Bedrohungslage. Der Aussiedler wohnt in einer kleinen Mietwohnung der Genossenschaft. Von dort hatte er angerufen und den Mitarbeiter massiv bedroht. Als Motiv nannte die Polizei Mietstreitigkeiten. Die liegen nach Aussage der BSG Allgäu aber lange zurück. BSG-Vorsitzender Mario Dalla Torre nannte den Mann rabiat. Vor einem halben Jahr sei dieser in der Buchhaltung aufgetaucht und habe eine Mitarbeiterin angeschrien. Dalla Torre reagierte damals sofort und erteilte ihm Hausverbot. Warum es jetzt zur Drohung mit Waffengewalt kam, ist ihm unklar.

Polizei fand keine Waffen bei dem Mann

Der Chef der Polizeiinspektion Kempten, Günter Hackenberg, nahm die Drohung sehr ernst und rückte mit allen zur Verfügung stehenden Beamten an: Polizeiinspektion, Verkehrspolizei, zivile Einsatzgruppe, Operativer Ergänzungsdienst mit Diensthundeführern sowie Kriminalpolizei. Zusätzlich wurden Streifen von den umliegenden Dienststellen alarmiert. Die Einsatzkräfte sicherten die Mitarbeiter der BSG Allgäu. Zeitgleich stürmten Polizeikräfte das Wohnhaus und nahmen den Mann fest. Die ganze Aktion dauerte keine 30 Minuten, sagt Ruepp.

Bei der Durchsuchung in der Wohnanlage fand die Kripo weder ein Sturmgewehr noch andere Waffen, teilte die Pressestelle mit. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht Kempten wurden eingeschaltet. Sie versuchen zu klären, ob der Mann der sogenannten Reichsbürgerszene zuzurechnen ist. In der Vergangenheit war er wohl durch entsprechende Äußerungen aufgefallen. li

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