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Armbrust-Drama

03.06.2019

Mysteriöse Armbrust-Morde: Was führte das Trio nach Passau?

Tatort des Armbrust-Dramas: Eine Pension in Passau.
Bild: Lino Mirgeler, dpa (Archiv)

Drei Wochen nach dem Armbrust-Drama stocken die Ermittlungen. Nun konzentrieren sich die Beamten auf die Reiseroute der Toten.

Die mysteriösen Todesfälle machten bundesweit Schlagzeilen: Drei leblose Körper, die in einer Passauer Pension gefunden wurden, von Pfeilen durchbohrt, abgefeuert aus einer Armbrust. Und hunderte Kilometer entfernt, im niedersächsischen Wittingen, die Leichen von zwei weiteren Frauen. Doch gut drei Wochen nach den Armbrust-Dramen scheinen die Ermittlungen ins Stocken geraten zu sein.

Ermittler zu Armbrust-Morden in Passau: Alle Täter sind tot

Im Fall der drei in Passau gefundenen Toten fehlt noch immer der Abschlussbericht. Nach wie vor würden Zeugen vernommen, die sich bei der Polizei gemeldet haben, sagt der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feile. „Es ist schwer zu bewerten, was Wichtigtuerei ist und was Fakten sind.“ Zudem untersuchen die Ermittler Gegenstände, die die Toten bei sich hatten und versuchen, den Reiseweg des Trios nachzuverfolgen – etwa anhand von Kaufbelegen aus Raststätten und dem Navigationsgerät. So soll geklärt werden, was den 53-jährigen Mann und die beiden Frauen, 33 und 30 Jahre alt, nach Passau geführt hatte.

Fest steht nach Angaben der Staatsanwaltschaft, dass sich die drei untereinander getötet haben. Feiler ist sich sicher: „Es gibt keinen Täter, der noch lebt.“ Die Ermittler gehen von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus können aber derzeit nicht ausschließen, dass die jüngere Frau die beiden anderen gegen deren Willen umgebracht hat. Unklar ist nach wie vor auch, ob Drogen, Medikamente oder Betäubungsmittel im Spiel waren. Schließlich gebe es Stoffe, die schwer nachweisbar seien oder die so selten seien, dass auf deren Einsatz man erst einmal kommen müsse, sagt Feiler. „In so einem spektakulären Fall möchten wir gründlich arbeiten.“

Es ist immer noch nicht klar, woran die beiden Frauen in Wittingen starben

Auch im Fall Wittingen ist man mit Informationen sparsam. Von der zuständigen Staatsanwaltschaft Hildesheim hieß es zuletzt, man warte noch immer auf die Obduktionsergebnisse. Auch drei Wochen nach den mysteriösen Todesfällen ist noch immer nicht eindeutig klar, woran die Frauen, 35 und 19 Jahre alt, gestorben sind. Ihre Körper wurden inzwischen den Angehörigen übergeben.

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