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Soziales
08.05.2021

Schicksal eines jungen Riesers: "Ich bin nicht geistig behindert"

Florian Köbach, 21, in seinem Jugendzimmer. Er wohnt schon lange bei seinem Pflegevater. Irgendwann will er ein eigenes kleines Häuschen.
Foto: Ulrich Wagner

Plus Seit einem Test im Grundschulalter gilt Florian Köbach als geistig behindert. 15 Jahre später ist klar: Die Diagnose war falsch. Nun kämpft er für ein neues Leben.

Im kalkweißen Haus an der Goldburghauser Straße gibt es vor der Vergangenheit kein Entrinnen. Florian Köbach kommt an ihr vorbei, wenn er morgens ins Bad schlurft und er steigt darüber, wenn er sich abends auf das rote Stoffsofa im Wohnzimmer setzt. Die Ordner mit seiner bisherigen Lebensgeschichte umfassen unzählige Seiten Papier: Gutachten, Gerichtsakten und Behördenbriefe. Vor 15 Jahren bescheinigte ein Arzt dem damals Sechsjährigen, er sei geistig behindert. Er besuchte eine Schule für Geistige Entwicklung und lernte, wie man Müll sachgemäß entsorgt und bis 100 zählt. Eine praktische Bildung, die es den Schülern später erlauben soll, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Heute fragt er sich, ob alles hätte anders kommen können, irgendwie besser.

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03.05.2021

Persönlich so „abgestempelt“ zu werden ist wirklich ein schwerer Weg zurück ins „Normal“. Alles Gute für die Zukunft.

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02.05.2021

Wir hatten hier im Ort auch eine Lehrerin, die Schüler auf die Sonderschule schickte, weil Sie sie für "geistig zurückgeblieben" hielt. Dabei konnte Sie sie einfach nicht leiden, bzw. konnte die Eltern nicht leiden.

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02.05.2021

Warum haben die anderen Eltern einfach zugeschaut, bzw. der Elternbeirat?

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