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Bad Grönenbach

19.07.2019

Tierskandal im Allgäu: Infektion grassierte im Stall

Auf dem Hof im Allgäu sollen Tiere misshandelt worden sein.
Bild: Ralf Lienert

Plus Seit 2014 starben 134 Kälber an der Virusinfektion. Nun äußert sich das Veterinäramt über Zusammenhänge mit den verendeten Kälbern in Bad Grönenbach.

Im Unterallgäuer Tierskandal hat sich das Veterinäramt nochmals dazu geäußert, dass bei dem Bad Grönenbacher Landwirt überdurchschnittlich viele Kälber verendet sind. Dies habe auch damit zu tun, dass in dem Betrieb eine Virusinfektion grassierte, sagt Veterinär Hubert Rainer. Seit Mitte 2014 seien daran 134 Kälber gestorben. Indirekt sei die Krankheit aber für den Tod von mehr Tieren verantwortlich, da der Erreger eine Immunschwäche auslösen könne, sagt Rainer.

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1800 Kälber verendeten im Betrieb des Bad Grönenbacher Landwirts

In den vergangenen fünf Jahren verendeten knapp 1800 Kälber im Betrieb des Bad Grönenbacher Landwirts. Dies entspricht einem Anteil von 19,3 Prozent. Der bayernweite Wert lag nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums von 2014 bis 2017 zwischen 9,0 und 9,7 Prozent.

Unterallgäuer Landrat wollte bereits im Jahr 2006 mehr Personal für das Veterinäramt

Der Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass er sich bereits seit seinem Amtsantritt im Jahr 2006 darum bemühe, mehr Personal für das Veterinäramt zu bekommen. So heißt es in einem Brief, den die Behörde im November 2006 an das Umweltministerium schrieb, dass „wir hier für die uns zugedachten Aufgaben ganz grob geschätzt eine Verdreifachung des Fachpersonals bräuchten“.

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Weiter steht in dem Schreiben: „Unsere Situation ist einfach aussichtslos.“ Und bereits 2007 schrieb Weirather ans Umweltministerium, dass „bei dieser defizitären Personalausstattung“ gegebenenfalls „ein Organisationsversagen vorliegen wird“. Der Tierskandal bei dem Bad Grönenbacher Landwirt hatte auch eine Diskussion über die Arbeit des Veterinäramtes ausgelöst.

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