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Oberallgäu

23.01.2020

Tierskandal in Dietmannsried: Kripo durchsucht Bauernhof

Akten haben Polizeibeamte bei der Durchsuchung des Bauernhofes in Dietmannsried gesichert.
Foto: Martina Diemand

Plus Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Betrieb in Dietmannsried. Dort wurden massive hygienische Mängel festgestellt, Tiere mussten eingeschläfert werden.

Staatsanwälte, Kriminalpolizisten und Amtstierärzte haben gestern in einem Dietmannsrieder Ortsteil den Bauernhof des Landwirtes durchsucht, der im Verdacht steht, massiv gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. Die Ermittler sicherten Aktenordner und luden Daten aus dem Computer des Betriebes herunter. Das Material wird nun in den kommenden Wochen ausgewertet.

Wie berichtet, waren vor gut zwei Wochen auf dem landwirtschaftlichen Anwesen mit knapp 500 Milchkühen und 100 Kälbern starke gesundheitliche und hygienische Mängel bei etwa der Hälfte des Viehbestandes festgestellt worden. Mehrere Tiere mussten daraufhin wegen ihres schlimmen Zustandes eingeschläfert und 220 medizinisch behandelt werden.

Tierhalteverbot im Tierskandal von Dietmannsried

Ende vergangener Woche sprach das Landratsamt Oberallgäu ein Tierhalte- und Betreuungsverbot gegen den Landwirt aus. Dagegen hat der Bauer vor wenigen Tagen Klage beim Verwaltungsgericht in Augsburg erhoben. Bis zu einer Entscheidung kann es wegen der umfangreichen Recherchen noch Wochen dauern.

Gestern erfolgte nun in diesem Zusammenhang die Durchsuchung des landwirtschaftlichen Betriebes, der Wohnräume des Inhabers sowie der Angestellten. An der Aktion waren zwei Staatsanwältinnen der Staatsanwaltschaft Kempten, 26 Polizeibeamte sowie Veterinäre des Landratsamtes Oberallgäu beteiligt.

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