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Bayern
05.05.2022

In die Kamerafalle getappt: Braunbär in Bayern gesichtet

In Bayern ist ein Braunbär in eine Fotofalle getappt.
Foto: SIPA, dpa (Archivbild)

In Bayern ist ein Braunbär in eine Fotofalle getappt. Bislang sind keine Sichtungen von Menschen bekannt - doch in der Region sollte Vorsicht gelten.

Im Werdenfelser Land ist zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder ein Braunbär gesichtet worden. Dieser ist am Wochenende im südlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen in eine Wildtierkamera getappt. Das gab das Landesamt für Umwelt (LfU) gab dies nach der Sichtung der Bilder von der Fotofalle bekannt.

Wandern zwei Bären zwischen Bayern und Tirol?

Der Bär wurde im Gemeindebereich von Mittenwald fotografiert. Es stellt sich die Frage, ob es sich um denselben handelt, der vor zwei Jahren im Murnauer Moos fotografiert wurde. Das ist nach Angaben des Landesamtes für Umwelt noch unklar. Sicherer ist, dass es einen Bären gibt, der derzeit zwischen Bayern und Tirol wandert. Im Pitztal wurde von zwei Wochen ein Braunbär fotografiert. In Tirol gehen die Behörden sogar von zwei umherstreifenden Bären aus. Ein Wanderer hat einen von diesen im Juni 2021 im Oberen Inntal gefilmt.

Wo genau der Bär am Wochenende in Mittenwald fotografiert wurde, dazu machte das LfU keine Angaben. Der Aufenthaltsort ist auch dem Landratsam nicht bekannt.

Braunbär in Bayern: Bislang keine Sichtungen von Menschen bekannt

Derzeit gibt es noch keine Meldungen, wonach der Bär von Menschen gesehen wurde. Das LfU stellte klar, dass Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern bereits informiert sind: "Bayern ist mit einem Managementplan auf diese Situation vorbereitet".

Die Behörde gab auch gleich Tipps, wie sich Menschen bei einer Begegnung mit dem Tier verhalten sollten.

Video: dpa

Begegnung mit einem Bären: Wie verhält man sich richtig?

Grundsätzlich sind Bären scheue Tiere, die man selten zu Gesicht bekommt. Laut der LfU sollten alle Personen, welche sich in der Natur in dem entsprechenden Gebiet befinden, genau darauf achten, keine Essensreste und auch keinen Müll zurückzulassen. Das kann Bären nämlich in bewohnte Gebiete locken.

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Wenn es tatsächlich zu einer Begegnung mit einem Bären kommt, dann sollten folgende Verhaltensregeln beachtet werden.

  • Möglichst ruhig und gelassen bleiben.
  • Respekt zeigen und Abstand halten.
  • Keine ruckhaften Bewegungen, sondern stehenbleiben.
  • Nicht wegrennen.
  • Den Bären durch Armbewegungen und ruhiges Sprechen auf sich aufmerksam machen.
  • Auf keinen Fall dem Bären nähern.
  • Keine Versuche unternehmen, den Bären zu verscheuchen.
  • Den Bären im Auge behalten und nach und nach den kontrollierten Rückzug antreten.
  • Dem Bären eine Ausweichmöglichkeit bieten.

Könnte der Bär dauerhaft in Bayern bleiben?

Auszuschließen ist das nicht, allerdings auch nicht wahrscheinlich. Die nächste größere Bärenpopulation befindet sich etwa 120 Kilometer von Bayern entfernt, im italienischen Trentino. Da sich Bärenpopulationen nur sehr langsam ausbreiten, ist nicht davon auszugehen, dass sich nun welche dauerhaft in Bayern ansiedeln werden.

Dass junge Männchen weit umherstreifen, ist keine Seltenheit. Auf der Suche nach Weibchen sind sie oft Monate oder sogar Jahre unterwegs, bevor sie wieder in ihre Heimat zurückkehren.