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Kommentar: Geburtsstationen: Es braucht einfach überall mehr Geld

Kommentar

Geburtsstationen: Es braucht einfach überall mehr Geld

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    Was passiert, wenn Schwangere nicht rechtzeitig ins Krankenhaus kommen? Die Schließungen von Geburtsstationen machen den Menschen Sorgen.
    Was passiert, wenn Schwangere nicht rechtzeitig ins Krankenhaus kommen? Die Schließungen von Geburtsstationen machen den Menschen Sorgen. Foto: Britta Pedersen, dpa (Symbolbild)

    Geburten sind ein emotionales Thema, schließlich geht es hier um einen Zeitpunkt, in dem Eltern und Kind in höchstem Maße verletzlich sind. Umso wichtiger, dass sie sicher und gut versorgt sind. Ob dies der Fall ist, scheint aber nicht sicher.

    Eine geschlossene Geburtsstation kann die Betroffenen verunsichern. Allerdings sind Krankenhäuser Wirtschaftsunternehmen. Von dieser Perspektive aus gesehen macht es Sinn, zu schließen, wenn sich eine Station nicht lohnt. Natürlich könnte man mit dem hehren Grundsatz daran gehen, dass Gesundheitsfürsorge in jeglicher Form nichts kosten sollte. Moralisch einwandfrei – Moral zahlt aber weder Miete, noch Strom, noch Personalkosten. Also wird gespart, was dann aber wieder zu Problemen führt, denn überlastete Menschen müssen noch mehr Arbeit leisten. Und weil sie erschöpft sind, gehen sie aus dem Beruf heraus und die anderen müssen noch mehr leisten. Ein Teufelskreis, den es zu unterbrechen gilt.

    Die Situation ist für das Personal in Geburtsstationen und Kliniken sehr schwierig

    Helfen würde wohl am ehesten, wenn die Fallpauschalen für eine natürliche Geburt so angehoben werden, dass sie sich wirtschaftlich für die Kliniken lohnen. Zudem müsste an der Personalschraube gedreht werden und die Arbeitsbedingungen müssten attraktiver werden. Wenn aber alles so bleibt, wie es ist, dann ist verständlich, dass das Personal von den Geburtsstationen geht oder diese schließen müssen.

    Wenn es aber Veränderungen gibt, wären diejenigen beruhigt, die ein Kind bekommen möchten. Egal, ob die Versorgung mit Geburtsstationen auf dem Papier ausreichend ist oder nicht.

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