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21.02.2018

Grüne wollen Runden Tisch gegen Hass und Manipulation im Netz

Medienberichten zufolge haben rechtsradikale Aktivisten im Bundestagswahlkampf Diskussionen im Internet gezielt manipuliert.
Bild: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

Wie umgehen mit Hass und Manipulation im Internet? Die Grünen würden darüber gerne mit den anderen Parteien an einem Runden Tisch beraten.

Die Grünen haben eine gemeinsame Initiative der betroffenen Parteien gegen anonyme Manipulationen und Hass im Netz vorgeschlagen. "Wir haben im Wahlkampf deutlich den Einsatz von Fake-Profilen, Fake News und Social Bots auf unseren Seiten und Profilen registriert", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner am Mittwoch. "Ich schlage daher einen Runden Tisch der betroffenen Parteien vor, um über das gemeinsame weitere Vorgehen zu beraten." Es brauche rechtliche Regelungen, etwa zum Einsatz sogenannter Social Bots, die in sozialen Netzwerken automatisch Botschaften verbreiten.

Kellner will Plattformen in die Pflicht nehmen

Medienberichten zufolge haben rechtsradikale Aktivisten im Bundestagswahlkampf Diskussionen im Internet gezielt manipuliert. Das zeigten Daten aus einem Netzwerk, aus dem solche Kampagnen gesteuert worden seien, berichteten ARD, WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung. Auf der Plattform "Reconquista Germanica" beim Kommunikationsdienst Discord hatten sich demnach zeitweise 5000 Nutzer organisiert, um gezielt Themen und Begriffe zu setzen und Gegner einzuschüchtern.

Ein großes Problem sei auch anonyme Werbung, sagte Kellner weiter. Sie werde häufig zur Verbreitung von Lügen und Hass genutzt. "Dies muss unterbunden werden: sobald Geld fließt müssen die Verantwortlichen klar identifizierbar sein", forderte der Grüne. Die großen Plattformen seien "in der Pflicht, an der Verhinderung der Verbreitung von Hass, Hetze und Falschmeldungen mitzuwirken". (dpa)

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