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Filmportal wieder online

05.06.2013

Movie2k-Nachfolger movie4k verteilt Schad-Software

Das illegale Streaming-Portal "movie2k" ist offline - ein Nachfolger steht aber schon bereit.
Bild: Screenshot

Movie2k offline: Die Meldung sorgte vor einer Woche für Spekulationen. Nun ist das Streamingportal unter dem Namen movie4k wieder online - weiterhin illegal und wohl mit einem Virus.

Movie2k.to war seit der Abschaltung von kino.to das meistbesuchte Streaming-Portal Deutschlands. Als die Seite am vergangenen Mittwoch plötzlich offline war, machten Gerüchte über eine angebliche Razzia und einer Verhaftung der Betreiber die Runde. Beispielsweise war von einem "Bust" die Rede, also einem Schlag der Behörden gegen die Verantwortlichen. Auch ein  Zusammenhang mit Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden wurde hergestellt.

Wenige Tage später stellte sich heraus, dass diese Spekulationen nicht der Wahrheit entsprachen. Die Seitenbetreiber waren lediglich umgezogen, angeblich sollen die Server statt in Rumänien nun auf den britischen Jungferninseln. In einer Stellungnahme auf der neuen Domain verloren die Verantwortlichen kein Wort über die Gründe des überraschenden Umzugs.

Movie2k: Betreiber mit Stellungname auf neuer Seite

Stattdessen provozierten sie in ihrer selbsternannten "Nachricht an die Öffentlichkeit" lieber Behörden und Filmgesellschaften. "FU Hollywood, FU GVU, FU Anti-piracy und FU Police", richteten die Verfasser an die eben Erwähnten.  Film- und Musikindustrie sollten ihre "Geschäftsmodelle überdenken und den Einfluss der neuen Medien akzeptieren."

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Dem Staat warfen die Filmdiebe eine zu harte Bestrafung von Copyrights-Verletzungen vor. "Wieso sitzen Raubkopierer fünf Jahre im Gefängnis, während Kinderschänder mit einer Strafe von 22 Monaten auf Bewährung frei kommen?", fragen sie in ihrer Stellungnahme. Ihre alte Adresse verabschiedeten sie ebenfalls auf provokante Art und Weise: Wer sie aufruft, landet auf den Servern der Piratenpartei-Website.

Movie4k Virus: Movie2k-Nachfolger verteilt Virus

Das neue Portal ist derweil nicht nur wegen der Datenschutz-Verletzungen zu meiden. Forennutzer und Sicherheitsexperten warnen vor einem Virus, der sich auf movie4k.to bereits beim reinen Besuch der Seite auf den PC schleichen soll. Problematisch ist, dass die meisten Anti-Viren-Programme den Schädling noch nicht kennen.

Er generiert Bitcoins, eine digitale Währung, die dann an die Betreiber zurückfließt. Diese missbrauchen den PC des Opfers somit als eine Art "Goldesel". Der virenverseuchte PC braucht für die Bitcoin-Erzeugung zusätzliche Leistung - was der Besitzer spätestens bei der nächsten Stromrechnung merken sollte.

So entfernen Sie den Movie4k Virus "iehighutil.exe"

Die Entfernung der Schadsoftware ist vergleichsweise einfach: In einer Anleitung, die laut Nutzermeinungen funktioniert, wird empfohlen, im Taskmanager nach einem Prozess namens iehighutil.exe zu suchen, welcher sich als Internet Explorer tarnen soll.

Danach sollen Sie die Windowstaste + R drücken, in der erscheinenden Schaltfläche "regedit" eingeben, im Explorer zu HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run navigieren und nachsehen, ob dieser Prozess dort auftaucht und gegebenenfalls löschen.

Movie2k legal? Rechtslage ist unklar

Eine eindeutige Rechtslage beim Online-Streaming gibt es nicht, es ist eine juristische Grauzone. Ein Grundsatz-Urteil wurde dazu in Deutschland bisher noch nicht gefällt. Vor Gericht landeten bisher fast ausschließlich die Uploader der Filme, die oft zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden. Die Logik dahinter: Wo kein Film hochgeladen wird, kann auch keiner angesehen werden.

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