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11.07.2010

Abgebranntes Gerätehaus erstrahlt in neuem Glanz

Nach dem Gottesdienst bewegte sich der Festzug von der Kirche zum renovierten Feuerwehrgerätehaus. Im Bild links der Spielmannszug Dillingen, rechts die Fahnenabordnungen der Vereine.
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Nach dem Gottesdienst bewegte sich der Festzug von der Kirche zum renovierten Feuerwehrgerätehaus. Im Bild links der Spielmannszug Dillingen, rechts die Fahnenabordnungen der Vereine.

Dillingen/Hausen Rund eineinhalb Jahre, nachdem ein Feuer das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr im Dillinger Stadtteil Hausen zerstört hatte, wurde am vergangenen Freitagabend Einweihung gefeiert. Mit Kosten von rund 230 000 Euro, die die Versicherung übernommen hatte, wurden unter anderem ein neuer Dachstuhl samt Glockenturm, neue Fenster, Böden und eine neue Küche errichtet. Im ersten Obergeschoss, wo in der früheren Wohnung der Brand ausgebrochen war, ist jetzt die Theatergruppe Hausen untergekommen.

Nach dem Gottesdienst mit Stadtpfarrer Gottfried Fellner bewegte sich der Festzug von der Kirche zum Gerätehaus, voran der Spielmannszug Dillingen mit klingendem Spiel, gefolgt von den Gästen sowie den Fahnenabordnungen der Stadtteil-Feuwehren und des Krieger- und Soldatenvereins.

Oberbürgermeister Frank Kunz erinnerte an den Brand vom 12. Januar 2009, als bei klirrender Kälte mit minus 15 Grad Celsius sogar das Löschwasser einfror. Das Stadtoberhaupt dankte allen Wehrmännern für ihren Dienst am Nächsten und die Bereitschaft, 365 Tage im Jahr in Not geratenen Mitbürgern zu helfen. Besonderer Dank galt den Hausenern für ihre Geduld während der zähen Verhandlungen mit der Versicherung, was zu erschwerten Bedingungen zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft geführt hatte.

Neue Räume für Theatergruppe im Obergeschoss

Abgebranntes Gerätehaus erstrahlt in neuem Glanz

228 000 Euro waren als Schaden ermittelt worden und werden von der Versicherung übernommen. Bis die letzte Rechnung bezahlt ist, wird es laut Kunz "eine Punktlandung" werden. Er freute sich auch darüber, dass rund ein Dutzend Firmen aus der Stadt und der Region Aufträge während der Renovierung erhalten hatten. Dank galt neben der Stadtverwaltung und allen Beteiligten auch der Theatergruppe, die im ersten Obergeschoss ihre neuen Räume in Eigenregie herrichtet.

Kirchliche Segnung durch Fellner und Kleiner

Kommandant Armin Gentner, der besonders die Ehrenmitglieder Michael Mesch und Georg Gutmair begrüßte, sprach von einer "rundum gelungenen Renovierung". 1. Vorsitzender Thomas Fluhry blickte "mit großer Freude und großem Stolz" auf das geglückte Werk.

Stadtbrandinspektor Stephan Greck und Kreisbrandrat Frank Schmidt freuten sich mit den Hausenern über das renovierte Gerätehaus. Pfarrer Manuel Kleiner, der gemeinsam mit Stadtpfarrer Gottfried Fellner die kirchliche Segnung vornahm, sagte, dass der Dienst der Wehrleute für andere aus Nächstenliebe entstehe. Ohne den ehrenamtlichen Dienst würde die Gesellschaft nicht funktionieren. Deshalb sei es ein Unding, wenn es in der freien Wirtschaft Versuche gebe, das Ehrenamt durch entsprechende Verträge zu unterlaufen. Ebenso kritisierte der Geistliche Versuche, durch veränderte Ladenöffnungszeiten das Feiertagsgebot zu brechen. Dadurch würden Familien- und Vereinsleben, gemeinsame Freizeit und ehrenamtlicher Dienst "der Diktatur des Profits" geopfert.

Nach dem kirchlichen Segen saß die Festversammlung gemütlich bei gegrilltem Spanferkel und kühlen Getränken zusammen.

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