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Konzert

14.09.2019

Bläserklänge mit „Brasspur“ in Binswangen

Das Ensemble Brasspur begeisterte in der Synagoge in Binswangen.
Bild: Brasspur

In der Alten Synagoge präsentiert das Ensemble ein hochklassiges Konzert

Die Alte Synagoge Binswangen lockt immer wieder erstklassige Ensembles, zuletzt das Blechbläserensemble „Brasspur“, bestehend aus fünf Bläsersolisten mit internationalem Format.

Beim Konzert unter dem Titel „Von Bach bis Blues“ boten die Musiker eine Bandbreite mit Werken aus Barock, Klassik, Romantik und Moderne. Sämtliche Vorträge ließen sich unterschiedlichen Genres wie Oper, Musical, Programmmusik und Filmmusik zuordnen. Einen besonderen Zugang zu den Vorträgen verschaffte dem Hörerkreis Posaunist Harald Bschorr durch seine humorigen, informativen Einleitungsworte. Nach der festlichen Intrada in Form des Te Deums von Marc-Antoine Charpentier glänzte Bastian Lohner mit seiner Piccolo-Trompete mit virtuosen Koloraturen als Königin der Nacht nach Mozarts „Zauberflöte“. Beiträge wie Dimitri Schostakowitschs Walzer Nr. 2 aus der Jazz-Suite Nr. 2 oder die Bohemian Rhapsody von Freddy Mercury oder Filmmusik von Ennio Morricone boten dem Gesamtensemble wiederholt die Möglichkeit, in einem fein abgestimmten und dynamisch ausgestalteten Zusammenspiel wunderbare Klangfarben zu zaubern. Die meisten Arrangements stammen von einzelnen Musikern selbst, was dem Musiker die Chance bietet, den Einzelinstrumenten und den jeweiligen Interpreten ihr gesamtes gestaltendes Potenzial zu entlocken. Besondere Überraschungsmomente brachte Trompeter Stefan Wiedmann ein, indem er mit dem Akkordeon manchen Werken eine besondere Klangwirkung verlieh. So erinnerte „Sous le ciel de Paris“ an die Klänge der Pariser Straßenmusiker. Beim Hornisten Evgeni Trambev, einem gebürtigen Bulgaren, gewann der Hörer den Eindruck, dass er mit seinem virtuosen Spiel auf dem Horn mit dem Instrument zu einer Einheit verschmilzt. Mit samtig-dunklen, aber auch sonoren Tubatönen bildete der versierte Tubist Herbert Hornig das tragende Fundament. Sein Spiel spiegelte seine Vielseitigkeit und Professionalität als Konzert-, Jazz- und Rock-Bassist.

Vor allem in der Interpretation herausragender thematischer Melodiepassagen in einzelnen Darbietungen konnte Harald Bschorr sein gesamtes Gestaltungspotenzial auf der Posaune ausspielen. Das Publikum dankte den Künstlern mit stehenden Ovationen. (ak)

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