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Gundelfingen

16.01.2020

Das Rosenschloss hat einen neuen Besitzer

Das Rosenschloss in Gundelfingen hat einen neuen Besitzer.
Bild: Floristenverband Bayern

Ein Immobilienhändler hat das Rosenschloss in Gundelfingen gekauft. Zur Nutzung gibt es zwei konkrete Ideen.

Das Rosenschloss in Gundelfingen hat den Besitzer gewechselt. Ende vergangenen Jahres hat die Estatis-Gruppe – ein Immobilienhändler aus Augsburg – einen Kaufvertrag mit dem bisherigen Eigentümer, dem Bayerischen Landesverband im Fachverband Deutscher Floristen, unterschrieben. Eingefädelt hat das ganze Bürgermeisterin Miriam Gruß. Sie kennt laut Pressemitteilung den Geschäftsführer Florian Andreschewski bereits seit vielen Jahren persönlich sehr gut. „Ich habe ihn nach Gundelfingen eingeladen und gefragt, ob das Rosenschloss etwas für ihn wäre und so kam die Sache ins Rollen“, so die Rathauschefin.

Das Rosenschloss in Gundelfingen hat einen neuen Besitzer

Für die Estatis-Gruppe ist der Kauf nichts Ungewöhnliches, denn ein Unternehmensbereich ist die Zusammenarbeit mit Kommunen, so Andreschewski. „Wir kaufen die Immobilien und halten sie im Bestand für die öffentliche Hand.“

Für die künftige Nutzung des Schlosses hat der neue Eigentümer bereits Überlegungen angestellt. „Wir könnten uns vorstellen, das Haus weiterhin einer öffentlichen Nutzung zuzuführen. In anderen Städten haben wir das bereits mit Kindergärten realisiert. Aber auch ein betreutes Wohnen ist denkbar“, so Andreschewski. Der Kindergarten könnte im Stadelgebäude – dem neueren Teil am Schloss – entstehen, hier besteht Fußbodenheizung. „Wir müssten dennoch dafür ein wenig umbauen. Zum Beispiel müssten wir Wände einziehen oder auch eine WC-Anlage schaffen.“

Das Rosenschloss hat einen neuen Besitzer

Betreutes Wohnen im Hauptschloss?

Im Hauptschlossgebäude könnte ein betreutes Wohnen untergebracht werden. Dafür würde die Estatis die ehemaligen Unterkunftszimmer der Floristen umbauen. „Wir planen so, dass immer zwei Zimmer zusammengelegt und barrierefrei hergestellt werden könnten“, so der Geschäftsführer. Das Projekt wird allerdings insgesamt sehr umfangreich. So müssten Türschwellen abgesenkt, Duschen begehbar gemacht und zwei Aufzüge eingebaut werden. Je nachdem, wie schnell die Genehmigung dafür vorliegt, soll der Umbau innerhalb eines Jahres gestemmt werden.

Denkmalschutz spielt eine Rolle

„Es liegt ein langer und steiniger Weg vor uns“, macht Andreschewski klar. Hintergrund ist, dass das Rosenschloss aus Sicht des Denkmalschutzes „ein hoch bewertetes Gebäude ist und der Freistaat das auch im Grundbuch verankert hat“. Sämtliche Umbauarbeiten müssen mit den Vorgaben des Denkmalschutzes konform sein, um durchgeführt werden zu können. Es werden also noch viele Gespräche zwischen dem neuen Eigentümer und den Behörden stattfinden. Bürgermeisterin Gruß erklärt dazu: „Es freut mich sehr, dass das Rosenschloss als wichtiges Gebäude in der Innenstadt nun einen neuen Eigentümer gefunden hat. Die Überlegungen zur neuen Nutzung kann ich ebenfalls nur begrüßen, gerade den Mehrgenerationen-Gedanken für den gesamten Komplex finde ich schön und passend in der heutigen Zeit.“ (pm)

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