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17.03.2016

„Diese Vorgehensweise stört mich“

Mödinger Gemeinderat lehnt Nutzungsänderung ab

Der eigentliche erste Schritt sei als Letztes gemacht worden, sagt Mödingens Bürgermeister Walter Joas. Zuerst hätte die Gemeinde über die Nutzungsänderung von einem Einfamilienhaus in eine Asylbewerberunterkunft abstimmen müssen, und erst dann hätte der Mietvertrag unterzeichnet werden sollen, meint Joas. Genau andersherum sei es aber gekommen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat deswegen die Nutzungsänderung abgelehnt. „Die Begründung für diese Entscheidung ist, dass die Gemeinde an letzter Stelle kam“, sagt Joas. „Diese Vorgehensweise stört mich. Es ist eigentlich alles schon geregelt, und erst dann soll der Gemeinderat der Nutzungsänderung zustimmen.“

Hinzu komme, dass das Haus im Ortsteil Bergheim für die geplanten 16 Flüchtlinge nach Ansicht von Walter Joas auch nicht groß genug ist. „Jedem Flüchtling stehen laut einem Leitfaden sieben Quadratmeter zu. Wenn ich diese sieben Quadratmeter allein auf die Schlafräume umlege, dann dürften da nur zwölf Leute einziehen“, sagt der Bürgermeister. „Wir sind der Meinung, dass zehn bis zwölf Personen o.k. wären. Das ist ein normales Einfamilienhaus, in dem früher etwa sechs Menschen gewohnt haben“, sagt Joas.

Auf keinen Fall sei man gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Mödingen. Mittlerweile hat sich auch schon ein Helferkreis gebildet, in dem sich 22 Bürger engagieren. „Unser Helferkreis ist gut aufgestellt. Es gibt viele Menschen, die sich um die Flüchtlinge kümmern würden.“ Wie es nun weitergeht, kann Joas nicht sagen. Er gehe aber davon aus, dass das Landratsamt das gemeindliche Einvernehmen ersetzen und den Entschluss des Gemeinderates kippen werde.

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