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Winter

21.01.2019

Dillinger DLRG kämpft in Traunstein gegen Schnee

Unter den Helfern beim Schneechaos im Landkreis Traunstein waren auch DLRGler des Dillinger Kreisverbandes. Unterstützung erhielten sie von der Werksfeuerwehr des Gundremminger Kernkraftwerkes.
Bild: Christian Mack

Die Ehrenamtlichen aus der Region helfen dabei, das Schneechaos einzudämmen. Unterstützung bekommen sie von der Werksfeuerwehr des Gundremminger Kernkraftwerkes

Die DLRG Dillingen hat mit fünf Ehrenamtlichen bei den großen Schneeräum-Aktionen in Schleching im Landkreis Traunstein geholfen, viele Gebäudedächer von der enormen Schneelast zu befreien. Wegen des starken Schneefalls und zusätzlichen Regenfälle waren dort Gebäude einsturzgefährdet. Der Ortsteil Raiten der Gemeinde Schleching wurde wegen Lawinengefahr sogar vorübergehend evakuiert. In der Nacht auf Freitag konnten die Menschen dann wieder in ihren Ort zurückkehren.

Die fünf Ehrenamtlichen der Dillinger DLRG waren am Montag vor Ort, erzählt Christian Mack, der Vorsitzende des Kreisverbandes. Die Alarmierung laufe in so einem Fall über den Katastrophenschutz, erklärt er. Seine Mitglieder für den Einsatz fernab der Region zu gewinnen sei kein Problem gewesen. „Das ging ratzfatz, in eineinhalb Stunden hatten wir die zusammen.“ In so einem Katastrophenfall, wenn es ein paar Stunden oder sogar einmal einen Tag Zeit gibt, organisiert sich die Kreis-DLRG über WhatsApp. Da hätten sich dann gleich mehrere Mitglieder freiwillig gemeldet.

Bei ihrem Einsatz unterstützt wurden die DLRGler von der Werksfeuerwehr des Kernkraftwerkes Gundremmingen. Einen Kontakt gibt es, weil auch DLRGler im Atomkraftwerk arbeiten, erklärt Mack. Nun sollten die Einsatzkräfte im Landkreis Traunstein ja auf hohen Dächern arbeiten. Nun hat die DLRG zwar eigene Sicherungssysteme, allerdings sind die für Wasserrettungen gedacht. Nun brauchten sie eine Sicherung für die Höhe. „Da ist einer von uns drauf gekommen, dass die so etwas im Kernkraftwerk haben könnten“, sagt Mack. So war es dann auch und die Werksfeuerwehr half gerne. „Durch die zur Verfügung gestellten Sicherheitsgeschirre zur Absturzsicherung waren wir während der Räumarbeiten auf den Dächern bestens geschützt.“

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Markus Lanzerath, Kommandant der Werkfeuerwehr, bestätigt: „Wir haben die Einsatzkräfte der DLRG sehr gern unterstützt. Vorab haben wir unsere DLRG-Kollegen genau in die Nutzung der Absturzsicherungsausrüstung eingewiesen, um die korrekte Handhabung der Sicherheitsgeschirre zu vermitteln.“

Die Kooperation zwischen KGG und DLRG hat reibungslos, unbürokratisch und schnell funktioniert. „Wir mussten um 4 Uhr morgens losfahren und uns in Schleching den ganzen Tag auf Hausdächern von sieben bis zehn Metern Höhe bewegen.“, erzählt Mack. Der Einsatz ging durch Flutlichtunterstützung bis in die Nacht hinein. Grundsätzlich seien die DLRGler daran gewöhnt, bei Strömungsrettungseinsätzen entsprechende Geschirre zu tragen.

Die Geschirre der Werksfeuerwehr seien aber besonders für den Bereich Höhensicherung geeignet. „Die Handhabung war durch die professionelle Einweisung vorab für uns problemlos“, sagt Mack. „Wir fühlten uns die gesamte Zeit über rundum sicher.“

Der Einsatz im Landkreis Traunstein sei eine besondere Erfahrung gewesen. „Es war toll, zu sehen, wie dankbar die Leute vor Ort waren“, sagt Mack. Das macht er unter anderem an dem beherzten Einsatz einer Gaststätte fest. Das Essen, das die Helfer eigentlich bekommen sollten, war – wegen des Schnees – nicht bis zu ihnen durchgekommen. „Da hat eine lokale Gaststätte einfach einmal Essen für 100 Leute bereitgestellt!“

Auch das THW aus dem Landkreis Dillingen war während vergangene Woche wegen der starken Schneefälle im Einsatz, in diesem Fall im Bereich Berchtesgaden (wir berichten). (jako mit pm)

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